BER-Krise
Mehdorns Flughafen-Management unter Beschuss

Der Berliner Großflughafen BER kommt nicht aus den Schlagzeilen. Airport-Chef Mehdorn führt ein hartes Regiment – auch gegen seinen Technikchef Amann. Die Politik ist alarmiert und sieht nun den Aufsichtsrat am Zug.
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BerlinDass sich am BER-Flughafen das Personalkarussell bald weiterdrehen könnte, hat die Politik aufgeschreckt. Hintergrund sind Medienberichte, wonach der erst im vergangenen August als Retter beim verkorksten Flughafenbau geholte Horst Amann dicht vor einer Ablösung stehen soll. Zwischen ihm und dem danach im März 2013 verpflichteten Flughafenchef Hartmut Mehdorn gebe es heftigen Krach, zitierte der „Tagesspiegel“ am Wochenende einen Insider. Mehdorn wolle den Flughafen „schnell und sicher“ eröffnen, Amann dagegen trete weiter als Bedenkenträger auf. Amann ist noch immer mit einer „Bestandsaufnahme“ beschäftigt, die er erst Ende des Jahres abschließen will. Mehdorn dagegen liebäugelt damit, zumindest den Nordpier des BER bereits im Herbst in Betrieb zu nehmen.

Das Bundesverkehrsministerium reagierte prompt – mit klaren Dementis. Nichts, was diverse Zeitungen berichteten, sei wahr. Doch inzwischen verdichten sich Hinweise darauf, dass Mehdorn bald ohne Technikchef dasteht. Mehdorn selbst liefert Nahrung für solche Spekulationen. Seit der Absage der Eröffnung des Hauptstadtflughafens im Mai 2012 hat es aus seiner Sicht dort kaum einen Fortschritt gegeben. „Ich verstehe eigentlich nicht, warum in den letzten zwölf Monaten nichts oder ganz wenig gemacht worden ist“, sagte Mehdorn am Mittwoch im Bau- und Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.

Zur Arbeit von Technikchef Amann, der seit August 2012 im Amt ist, äußerte sich Mehdorn in der Anhörung zunächst nicht. Aber allen Sitzungsteilnehmer war klar, wenn der BER-Chef mit seiner Kritik meinte. Außerdem hielt Mehdorn explizit an seiner Vorstellung fest, den neuen Flughafen in Schönefeld Schritt für Schritt zu eröffnen. Ein Vorhaben, dem Amann dem Vernehmen nach nicht viel abgewinnen kann. Umso besorgter ist die Politik.

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Toni Hofreiter, äußerte scharfe Kritik am Airport-Management Mehdorns. Mehdorns Arbeitsweise scheine bislang „eher aktionistisch“ zu sein, sagte der Grünen-Politiker Handelsblatt Online. „Seine Arbeitsbilanz ist enttäuschend: unausgegorene politische Forderungen, Ärger in der Personalpolitik, Wirbel in der Flughafengesellschaft, Unmut bei Lärmbetroffenen. Erkennbare Erfolge: Fehlanzeige.“ 

Der SPD-Schattenminister für Bauen und Verkehr, Florian Pronold, warnte angesichts der Differenzen über den Kurs des neuen Hauptstadtflughafens BER zwischen Airportchef Mehdorn und Technikchef Horst Amann vor den Folgen für die Umsetzung des Projekts. Zwar käme es bei der Realisierung von Großprojekten auch zu Meinungsverschiedenheiten. „Sie dürfen den Baufortschritt aber nicht behindern“, sagte Pronold Handelsblatt Online. „Der Aufsichtsrat ist sicher der beste Ort, entsprechende Differenzen mit Betroffenen und Gesellschaftern zu klären.“

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CDU sichert Mehdorn „uneingeschränkte Unterstützung“ zu

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  • Ausser die Briefköpfe von BER auf FBB umzustellen hat er doch bis jetzt nur heisse Luft verbreitet und schaue Ideen...

  • Was soll ein Technikvorstand der nichts in die Gänge
    bekommt.

    Mit lau ist in Berlin sowieso nichts zu bewegen; da muß
    mit Eisenbahnschienen ringekloppt werden und zwar ganz
    explizit auf die sog. Politik.

    Wowi und Plazek sind sowas von kaputt und unseriös, dass
    man nur hoffen kann, dass hier ein schnelles Ende kommt.
    Tegel muss sowieso offen bleiben!

  • Hallo Mehdorn, mal ein Tipp von mir. Was ist billiger, die Kapazität der Leute, die die Bestandsaufnahme machen, vervielfachen, oder später zu eröffnen? Und ist ihnen das Problem erst jetzt aufgefallen?

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