Bergbau
Steinkohlelobby rüttelt am Förderende 2018

2018 soll der Steinkohleabbau in Deutschland Geschichte sein, so hat es die große Koalition vereinbart - mit einer wichtigen Einschränkung: 2012 soll der Ausstiegsbeschluss auf der Grundlage aktualisierter Wirtschaftlichkeitsberechnungen geprüft werden. Nun meint der Steinkohleverband: Weil die Preise steigen, solle weiter gefördert werden.

HB ESSEN. „Am Kohleweltmarkt zeichnen sich strukturelle Veränderungen ab, die zunehmende Engpassgefahren beinhalten und Optionen auf einheimische Lagerstätten zumindest nicht ausschließen“, heißt in dem am Dienstag in Essen vorgelegten Steinkohlebericht 2007. Die Chance auf einen wettbewerbsfähigen Steinkohlebergbau würde jedoch nur gewahrt, wenn ein Minimum an Förderkapazität erhalten bleibe.

Der Bund, die Länder Nordrhein-Westfalen und Saarland, die Gewerkschaft IG BCE und der RAG-Konzern hatten das Ende der subventionierten Steinkohlenförderung bis Ende 2018 vereinbart.

Der deutsche Steinkohlebergbau ist seit 1998 in der Deutschen Steinkohle AG gebündelt, die acht Zechen betreibt. Davon liegen sechs im Ruhrgebiet, eine an der Saar und eine im Münsterland. Das Unternehmen unter dem Dach des in Evonik umbenannten RAG-Konzerns hat knapp 34 000 Beschäftigte. Im ersten Halbjahr 2007 wurden rund 10,6 Millionen Tonnen Steinkohle gefördert, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Juni 2007 importierte Deutschland 21,8 Millionen Tonnen (minus 1,1 Prozent).

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