Bericht der Migrationsbeauftragten
Zahl der Zuwanderer hat stark zugenommen

Die Zahl der Menschen nicht deutscher Herkunft in der Bundesrepublik hat stark zugenommen. Über Fast jeder fünfte Einwohner habe laut Bundesregierung einen Migrationshintergrund - unabhängig von seiner deutschen oder ausländischen Staatsangehörigkeit. Diese Tendenz werde sich in Zukunft noch verstärken.

HB BERLIN. Nach dem Bericht zur Lage der Ausländer in Deutschland habe jedes vierte Kind einen ausländischen Elternteil. In einigen Ballungsgebieten stammten 40 Prozent der Jugendlichen aus Migrantenfamilien. „Kulturelle und religiöse Vielfalt werden das Leben in unserer alternden Gesellschaft von Generation zu Generation stärker kennzeichnen“, sagte die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Marieluise Beck, am Donnerstag.

Dies berge jedoch auch Konflikte und sei eine Herausforderung: „Ein Missverständnis wäre aber auch zu glauben, Multikulturalität sei schon ein Konzept, das den Zusammenhalt in dieser Gesellschaft herstellen könne. Multikulturalität ist eine Tatsache, Integration eine Aufgabe“, sagte Beck.

Insgesamt ist die Zahl der Ausländer laut Beck jedoch gesunken. 6,7 Millionen Ausländer - rund acht Prozent der Gesamtbevölkerung lebten derzeit in Deutschland. Das seien im Vergleich zu den vergangenen Jahren rund 600 000 weniger. Als Ursache für diesen Rückgang nannte Beck mehr Einbürgerungen und weniger Einwanderung. Seit Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts im Jahr 2000 hätten mehr als eine Million Menschen einen deutschen Pass erhalten. Insgesamt liege die Zahl der eingebürgerten Ausländer bei 1,8 Millionen.

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