Bericht der "Rheinischen Post"
Degussa hat Fundament für Holocaust-Mahnmal gelegt

Der Degussa-Konzern hat über eine Tochterfirma bereits am Berliner Holocaust-Mahnmal gearbeitet.

HB DÜSSELDORF. Die Degussa AG bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Ein Betonverflüssiger der Degussa-Tochter Woermann Bauchemie GmbH in Ulm sei bei Fundamenten der Stelen zum Einsatz gekommen. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) als Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums für das Holocaust-Mahnmal sei bereits vertraulich informiert worden, sagte eine Sprecherin.

Das Stiftungs-Kuratorium für den Bau des Mahnmals in Berlin hatte das Chemieunternehmen jüngst als Projektbeteiligten ausgeschlossen, weil der Name Degussa mit der Judenvernichtung verknüpft sei.

Zu den neuen Informationen wollte sich das Kuratorium offiziell nicht äußern, wie die „Rheinische Post“ berichtete. Aus dem Umfeld des Kuratoriums habe es jedoch geheißen, letztlich müsste das Mahnmal „abgerissen werden“, wenn Degussa wegen ihrer Vergangenheit unerwünscht sei. Nach Informationen der Zeitung sind bereits mehrere hundert der 2 700 Stelen mit dem Degussa-Graffitischutz imprägniert. Ein anderes Produkt wäre klar an der Farbe zu erkennen. Dem zufolge könnten die Degussa-Stelen zu einem „Mahnmal im Mahnmal“ werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%