Bericht vorgelegt
Bund erhöht erhöht Forschungsausgaben

Trotz striktem Sparkurs hat der Bund seine Milliarden-Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich erhöht. Das belegt ein neuartiger Bericht aus dem Bundesforschungsministerium.

HB BERLIN. Eine Steigerung um 24 Prozent seit 2005 hält der Bericht „Forschung und Innovation 2008“ fest, den Forschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch dem Kabinett vorlegte. Es ist der erste Bericht seiner Art.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung würden weiter steigen, sagte die CDU-Politikerin. Ziel sei es, bis 2010 einen Anteil von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Forschung und Entwicklung zustecken.

Im laufenden Jahr würden 2,7 Prozent erreicht. Im kommenden Jahr würden als Zwischenschritt 2,85 Prozent angestrebt.

„Ich bin fest entschlossen, dies zu erreichen,“ sagte Schavan mit Blick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen. Die bisherige Investitionsausweitung dürfe keine Episode bleiben. Der Weg müsse im Interesse von Wachstum und Beschäftigung fortgesetzt werden.

Mit 11,2 Milliarden Euro allein im laufenden Jahr gebe Deutschland so viel Geld für Forschung und Entwicklung aus wie nie zuvor, sagte die Ministerin. 2005 seien es noch neun Milliarden Euro gewesen.

Damit gehöre Deutschland in der EU zu den führenden Ländern bei den Forschungsausgaben. Auch im Vergleich mit Israel und fernöstlichen Industrieländern stehe Deutschland gut da. Skandinavische Länder erreichten teilweise mehr als drei Prozent, die Schweiz habe mit bei 2,94 Prozent das Ziel Deutschlands bereits so gut wie erreicht.

Der größte Anstieg mit 28 Prozent im Vergleich zu 2005 entfällt den Angaben zufolge auf die Biotechnologie, in der Deutschland eine Spitzenstellung erreicht habe. Knapp 338 Millionen Euro würden an Fördermitteln ausgeschüttet.

Das zweithöchste Plus entfällt demnach bei der Forschungsförderung auf den Klima- und Ressourcenschutz. Allein in diesem Bereich würden 538 Millionen Euro ausgegeben, 22 Prozent mehr als 2005.

Das größte Volumen hingegen nimmt unter Berücksichtigung einer alternden Gesellschaft der Forschungsbereich Gesundheit und Medizin auf, auf den knapp 620 Millionen Euro mit einer Steigerungsrate von 15 Prozent entfallen.

Für die Informationstechnik werden in diesem Jahr 551,5 Millionen Euro ausgegeben, neun Prozent mehr als 2005. Für Umwelttechnologie sind demnach 585,5 Millionen geplant, ein Plus von zehn Prozent.

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