Berlin
Flughafen-Geschäftsführer verliert Posten

Der Dauerstreit Mehdorns mit seinem Technik-Geschäftsführer ist eskaliert: Horst Amann muss gehen. Er war im August 2012 als großer Hoffnungsträger vom Flughafen Frankfurt nach Berlin gekommen.
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BerlinNach monatelangem Führungsstreit am neuen Berliner Hauptstadtflughafen greift der Aufsichtsrat durch. Technik-Chef Horst Amann verliert seinen Geschäftsführerposten, wie der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Mittwochabend sagte. Er sprach von einer Entscheidung „in gegenseitigem Einvernehmen“.

Wowereit kündigte zugleich an, dass in diesem Jahr kein Starttermin für den Flughafen mehr festgelegt wird, dessen Eröffnung schon mehrfach verschoben wurde. „Wir werden erst dann einen Zeitpunkt bestimmen, wenn wirklich erkennbar ist, dass die Sache so auf dem Weg ist, dass da wirklich nichts mehr schief geht.“

Amann war im August 2012 als großer Hoffnungsträger vom Flughafen Frankfurt nach Berlin gekommen. Dort kam es aber kurz nach dem Amtsantritt des neuen Flughafenchefs Hartmut Mehdorn im März zum Streit über die Strategie für das Milliardenprojekt, dessen Eröffnung mehrfach verschoben wurde. Mehdorn forderte mehrfach, Amann rauszuwerfen.

Nun führt Amann ab 1. November die Flughafen Energie und Wasser GmbH. Sie betreibt das Strom-, Wasser-, Abwasser-, Wärme- und Kältenetz der bestehenden Airports Tegel und Schönefeld sowie des neuen Berliner Flughafens. Amanns Bezüge behalten die bisherige Höhe. „Wir wollen, dass dieser Bereich entwickelt wird“, entgegnete Wowereit auf die Frage, ob Amann lediglich einen Versorgungsposten erhalten habe.

„Natürlich gab es Höhen und Tiefen“, sagte Wowereit zur Bilanz des Managers. Er hob hervor, dass Amann in schwieriger Zeit zum Flughafen gekommen sei und mit seiner Bestandsaufnahme der mehr als 60 000 Mängel eine Grundlage für die weiteren Entscheidungen geschaffen habe. Zugleich äußerte sich Wowereit enttäuscht, dass ein von Amann genannter Eröffnungstermin kippte. Der Aufsichtsrat erwähnte auch den öffentlichen Streit mit Mehdorn.

Dieser hatte Amann vorgeworfen, für ein Jahr Stillstand auf der Baustelle gesorgt zu haben. Die Bestandsaufnahme sah Mehdorn kritisch, weil er den Blick lieber in die Zukunft richten wollte. Amann wiederum hält nichts von Mehdorns Plan, schon im nächsten Jahr in einem Seitenflügel des Terminals einen Testbetrieb mit höchstens zehn Flügen am Tag zu starten.

Mehdorn kündigte im August an, dass im kommenden Frühjahr in einem Teil des Flughafens der Betrieb aufgenommen werde. Amann hingegen hatte Berichten zufolge dafür plädiert, den gesamten Flughafen Schönefeld in den benachbarten BER umzuziehen. Neben diesem Streitpunkt machte Mehdorn den Technikchef mit für die ungelösten Probleme und Kostensteigerungen bei dem Milliardenprojekt verantwortlich, derentwegen schon verschiedene Führungskräfte entlassen worden waren.

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Flughafen-Geschäftsführer verliert Posten

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Mehdorn soll voraussichtlich Amanns Aufgaben übernehmen

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  • Mehlwurm und Wowe gleich mit rausschmeissen und den Pfusch-BER abreissen, dann kostet der BER auch nicht mehr 1,3 Millionen täglich fürs rumstehen ohne was!!!

  • Grossprojekte an eine Organisation vergeben, die mit Fachleuten und wirklichen Experten auf Ihren Gebieten besetzt ist. Diese Leute machen nichts anderes als Grossprojekte. Da können wir uns den grossen Lärm um den erbärmlichen BER sparen. Wie wäre das? Ich empfehle mal Bent Flyvbjerg als Abendlektüre.

  • Das hat heute scheinbar Methode und steht für modernes Projektmanagement: Sobald jemand fachliche Kenntnisse oder auch nur einen Funken Ahnung hat muss er ins hinterste Glied oder sogar ganz gehen. Gefragt sind ahnungs- und willenlose Erfüllungsgehilfen und Controller, die viele grüne Haken malen können.
    Nur gut, dass aus früherern Zeiten schon einiges an Infrastruktur steht. Das hätte man mit dem heutigen Pojektmanagement und dem sinnlosen Prozessgeschwafel in Jahrhunderten nicht hinbekommen!

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