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Berlin Intern: Der Mauerfall und viele offene Fragen

Schön, wenn alle sich gut verstehen. In der Berliner Politszene herrscht zurzeit jedoch ein babylonisches Stimmengewirr. Viele reden, manche auch miteinander, doch die meisten aneinander vorbei. Ein anschauliches Beispiel.

Zwei Tage nach seinem 20. Jahrestag hält der Mauerfall Berlin weiter in Atem. Der 10. Weltgipfel der Friedensnobelpreisträger versuchte gestern zu ergründen, was sich seitdem alles verändert hat. Doch wie bei der Feier am Brandenburger Tor redeten zwar viele, manche auch miteinander, doch die meisten aneinander vorbei.

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Ein gutes Beispiel dafür lieferte die Diskussionsrunde mit Größen wie Südafrikas Ex-Präsident Willem de Klerk. "Nicht nur die Mauer ist seit 1989 gefallen, sondern auch unser Panel." Man habe seit heute Morgen eine Menge Teilnehmer verloren, sagte de Klerk und blickte auf die verwaisten Stühle auf dem Podium. Immerhin kehrte später Michail Gorbatschow von einem Besuch bei Bundespräsident Horst Köhler zurück und diskutierte wieder mit.

Zwei junge Zuhörer stellten dann die Frage: "Welchen Rat können Sie uns geben, um Unterschiede zwischen den Nationen zu überwinden?" Der Moderator machte daraus die eher technische Frage: "Brauchen wir neue Institutionen, um uns besser zu verstehen?" So verwirrt, entstand zwischen Lech Walesa und Gorbatschow eine intensive Diskussion über neue europäische Sicherheitsinstitutionen. "Das nennt man interkulturelle Kommunikation", raunte ein junger Delegierter seinem Nachbarn zu. Die beiden jungen Zuhörer, die die Frage gestellt hatten, blickten ratlos drein.

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