Berlin intern
Ente ohne Ende

Ente ohne Ende und eine Leibesvisitation: Während seines zweitägigen China-Besuchs bekommt Wirtschaftsminister Rainer Brüderle insgeamt viermal den kulinarischen Klassiker Peking-Ente vorgesetzt und muss am Ende seiner Reise auf dem Berliner Touristenflughafen Schönefeld landen.
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Wo geht’s zur Leibesvisitation?“ Rainer Brüderle (FDP) ist auch um Mitternacht noch zu Scherzen aufgelegt. Eben war der Wirtschaftsminister mit großer Delegation aus China zurückgekehrt und am Berliner Flughafen Schönefeld gelandet; schon das ist ungewöhnlich, normalerweise starten und landen die Regierungsmaschinen auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel im Nordwesten der Hauptstadt.

Doch weil dort strengere Lärmschutzbestimmungen gelten als im Südosten, musste Brüderle um Mitternacht in Schönefeld landen, mithin weit vor der Stadt. Also auf in den Bus, vorbei an Maschinen von Billigfliegern, mit denen am frühen Morgen Rucksacktouristen Richtung Barcelona oder Riga starten, rein in den Terminal, ab durch die Passkontrolle, wie jeder Mallorca-Urlauber.



„Hier, da ist auch noch mein Ministerpass“, scherzt Brüderle, als der Beamte seine Reisedokumente studiert. Die ersten Mitreisenden des Ministers stehen da schon beim Gepäckschalter. Brüderle nimmt's mit Humor. Zwei Tage war er in China, ein denkbar kurzer Antrittsbesuch zur Pflege der Beziehungen mit der Wirtschaftssupermacht. Lecker gespeist wurde dabei auch - binnen dreißig Stunden kam der Klassiker Peking-Ente dreimal auf den Tisch, halt, viermal. Denn die Besatzung im Regierungsflieger hatte sich für den Rückflug Überraschendes einfallen lassen - Ente.

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