Berlin Intern
Hohe Reproduktionsrate im Kabinett

Deutsche haben wenig Lust auf Kinder, aber die Regierung geht mit gutem Beispiel voran: Insgesamt haben die 14 Mitglieder im Kabinett 24 Kinder. Hut ab, das sind im Schnitt 1,7 - und somit weit mehr als beim deutschen Durchschnitt.
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BerlinSobald der Nachwuchs von Familienministerin Kristina Schröder da ist, steigt die durchschnittliche Kinderzahl der Kabinettsmitglieder sogar auf 1,8 (bei Zwillingen gar auf 1,85) - und somit nochmals höher als der bundesweite Schnitt von 1,3. Respekt, wissen wir doch dank Thilo Sarrazin, dass die "schichtspezifische Nettoreproduktionsrate" der Hochqualifizierten für gewöhnlich kleiner ist.

Vorreiter sind die Männer, sie bringen es im Schnitt auf mehr als zwei Kinder. Die größte Kinderschar hat Verkehrsminister Peter Ramsauer: vier Töchter. Die Kollegen Dirk Niebel, Thomas de Maizière und Norbert Röttgen folgen mit drei Kindern, die jüngeren Philipp Rösler und Karl-Theodor zu Guttenberg haben bisher zwei.

Die Frauen im Kabinett hingegen bringen es im Schnitt nur auf die Hälfte - und das bisher einzig und allein wegen der sieben Von-der-Leyen-Sprösslinge. Alle anderen Damen mit Ressortverantwortung haben - wie unter deutschen Akademikerinnen weit verbreitet - keinen Nachwuchs. Doch das wird sich dank Schröder ja nun ändern.

Vielleicht liegt's aber auch an der Partei: Die Liberalen im Kabinett bringen es im Schnitt nur auf halb so viele Kinder wie die Unions-Mitglieder. Selbst ohne Von-der-Leyen-Effekt liegen CDUler und CSUler hier noch weit vor den FDPlern.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin

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