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Berlin Intern: Macht Rösler eine frauenfeindliche Gesundheitspolitik?

Dass Gesundheitsminister Philipp Rösler im Kampf gegen steigende Krankenkassenausgaben bisher nicht viel eingefallen ist, ist mittlerweile bundesweit bekannt. Jetzt wird ihm außerdem noch vorgeworfen, mit seiner Gesundheitspolitik zum Frauendiskriminierer zu werden. Zu Recht?

Philipp Rösler hat es mit seiner Gesundheitspolitik auf der Beliebtheitsskala in Merkels Kabinett auf den letzten Platz geschafft. Quelle: dpa
Philipp Rösler hat es mit seiner Gesundheitspolitik auf der Beliebtheitsskala in Merkels Kabinett auf den letzten Platz geschafft. Quelle: dpa

Dass Gesundheitsminister Philipp Rösler im Kampf gegen steigende Krankenkassenausgaben bisher nicht viel mehr eingefallen ist, als die Beiträge der Versicherten massiv zu erhöhen, ist inzwischen bei den meisten Bundesbürgern angekommen. Immerhin hat es der FDP-Politiker auf diese Weise inzwischen in der Beliebtheitsskala auf den letzten Platz in Kanzlerin Merkels Kabinett gebracht. Doch nun haben die Sozialdemokraten den Vater zweier kleiner Kinder auch noch als Frauendiskriminierer ausgemacht.

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Der Gleichstellungsexpertin der SPD-Bundestagsfraktion, Mechthild Rawert, ist nämlich aufgefallen, dass die kleine Kopfpauschale, die die Versicherten in Zukunft ab Januar neben dem regulären Beitrag von 8,2 Prozent des Bruttolohns zahlen müssen, vor allem die Frauen trifft. Denn Frauen, so argumentiert die ehemalige Frauenbeauftragte der Berliner Charite, stellten die größte Gruppe unter den Kleinverdienern. Der Vorwurf ist allerdings ziemlich weit hergeholt.

Zwar treffen Röslers Pläne Bezieher kleiner Einkommen tatsächlich besonders hart, weil zehn Euro Zusatzbeitrag im Monat ihnen schlicht mehr wehtun als einem Besserverdiener mit 3 000 Euro brutto im Monat. Dass Frauen oft für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer, ist sicherlich ein Skandal. Nur mit Röslers Gesundheitspolitik hat das nun wirklich nichts zu tun.

  • 16.08.2010, 15:41 UhrAnonymer Benutzer: Karola Schramm

    Wenn eine Regierung Gesetze macht, denke ich, sollte sie allte betrofffenen Gruppen im Auge behalten, die betroffen sein werden. Also auch die im Niedriglohn beschaeftigten welche ueberwiegend Frauen sind. Dazu gehoeren aber auch Auszubildende, und wie ich heute auf den Nachdenkseiten las, muessen diese auch, obwohl ein sehr geringes Lehrlingsgehalt, 8 Euro der Krankenkasse bezahlen ohne Ausnahme. Roessler ist also nicht nur frauenfeindlich, (vergessen, dass Frauen in diesem bereich am wenigsten verdienen und benachteiligt werden, sondern auch Lehrlinge hat er einfach vergessen) sondern auch noch jugendfeindlich.

  • 14.08.2010, 21:04 UhrAnonymer Benutzer: Margrit Steer

    Also Rösler ist zwar ein tatsächlicher kompletter idiot und völlig ungeeignet für das Amt, aber dieer Vorwurf mit Frauenfeindlichkeit ist nun mehr als hergeholt.
    Aber die Emanzen wollten sich wohl mal wieder zu Wort melden

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