Berlin Intern
Mehr Platz für die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter

Der Bund baut. An der Spree, gegenüber dem Reichstag soll ein weiteres Verwaltungsgebäude mit 300 zusätzlichen Abgeordnetenbüros entstehen. In den Fraktionen kursiert bereits das Gerücht, es bestehe Platzbedarf, weil die Abgeordneten mehr 400-Euro-Kräfte einsetzten.
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BERLIN. Vom Reichstag bis zum Bahnhof Friedrichstraße steht kaum ein Gebäude, in dem nicht einige der 622 Parlamentarier und deren Mitarbeiter oder die 2 600 Beschäftigten der Bundestagsverwaltung untergebracht sind. Nun aber baut der Bund ein weiteres Gebäude an der Spree, gegenüber dem Reichstag. Dort werden 300 zusätzliche Abgeordnetenbüros entstehen.

Zurzeit erhält jeder Abgeordnete für sich und seine Mitarbeiter drei Räume mit 52 Quadratmetern. Allein schon um all die Bürgeranfragen zu beantworten sei mehr Platz nötig, sagte Bauminister Peter Ramsauer (CSU) am Dienstag beim Spatenstich. „Drei Büros reichen auf Dauer nicht“, unterstützte ihn der Vorsitzende der Baukommission des Bundestags, Wolfgang Thierse (SPD). Das sei keine „Großmannssucht“.

Mit dem Neubau nicht genug. „Wir haben Sanierungsbedarf“, heißt es in der Bundestagsverwaltung. Mehrere Gebäude aus DDR-Zeiten müssten abgerissen werden. Deshalb wolle man jetzt die ehemalige amerikanische Botschaft, die der Bund gekauft hat, umbauen und nutzen. „Wir müssen vorausschauend planen“, heißt es.

In den Fraktionen kursiert das Gerücht, es bestehe Platzbedarf, weil die Abgeordneten mehr 400-Euro-Kräfte einsetzten. Die Verwaltung hält gegen: Es gebe zwar Schwankungen, grundsätzlich aber setzten die Abgeordneten ebenso viele Minijobber ein wie sonst auch.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Berlin Intern: Mehr Platz für die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter"

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  • Wer zum Henker zahlt das?

    Und warum ist mehr Platz für die H...n der Abgeordneten wichtiger als Kitas und Kigas, die 24 Stunden täglich geöffnet haben? Das wäre dringender! Wir brauchen die ausgebildeten Frauen, die arbeiten wollen aber nicht können, weil ihnen die Politik pausenlos Steine in den Weg legt.

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