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Berlin Intern: Struck und die Ecken und Kanten der Politik

Mit den Topjobs verhält es sich in der Politik wie in der Wirtschaft: Am Ende muss nicht unbedingt die erste Wahl an der Spitze stehen.

Peter Struck wurde Chef der SPD-Fraktion, weil sich Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine misstrauten - glaubt Struck. Quelle: dpa
Peter Struck wurde Chef der SPD-Fraktion, weil sich Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine misstrauten - glaubt Struck. Quelle: dpa

So erging es auch Peter Struck, wie er - ein Jahr nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik - in seinem Buch "So läuft das" berichtet, das kommende Woche erscheint.

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Struck, der es bis zum Amt des Verteidigungsministers schaffte, verrät den simplen Grund, warum er 1998 unter Rot-Grün zum Chef der SPD-Fraktion wurde: weil sich Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine misstrauten. Lafontaine wollte Fraktionschef werden - im Gespann mit einem Grünen-Fraktionschef Joschka Fischer und so Schröder Paroli bieten. Fischer aber wurde lieber Außenminister, was Lafontaine veranlasste, sich das Finanzressort zu schnappen. Und weil er Rudolf Scharping als mächtigen Fraktionschef verhindern wollte, schlug er Franz Müntefering für das Amt vor. Schröder platzte die Hutschnur, schickte Scharping ins Verteidigungs- und Müntefering ins Verkehrsministerium. Der Weg für Struck war frei. Alles klar?

Zwar schreibt Struck, er habe sich geschworen loszulassen. Doch längst geht das Gerücht, er habe mal wieder ein Duell gewonnen, wieder gegen Müntefering. Er werde Chef der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Doch davon kein Wort im Buch. Sein langjähriger Sprecher und Vertrauter aber, Norbert Bicher, arbeitet bereits bei der FES: als Sprecher.

  • 13.09.2010, 16:17 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Struck befürwortet gegen den Willen der bevölkerung den Afganisthan Einsatz, ein durchorganisierter Angriffskrieg, wie es im Nachhinein bekannt wurde.

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