Berlin intern
Vom Medienprofi zum Sprecher der Minister

Regierungswechsel – nicht nur für Minister, Spitzenbeamte und Abgeordnetenmitarbeiter bedeutet das Stühlerücken und Jobwechsel. Auch Journalisten wechseln auf die andere Seite. So finden sich auffällig viele Hauptstadtjournalisten nach diesem Regierungswechsel plötzlich als Sprecher von Ministern wieder – ob es an der Medienkrise liegt?
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PM BERLIN. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) holte Sebastian Rudolph vom Bayerischen Rundfunk. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (ebenfalls CSU) wilderte in der Hauptstadtredaktion des „Münchner Merkurs“. Deren Büroleiter Holger Eichele wird künftig die wechselnden Vorzeichen bayerischer Gentechnikdebatten in Berlin erklären müssen.

Auch die Pressestelle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion verstärkt sich mit einem Profi. Ulrich Scharlack, für die Deutsche Presseagentur ständiger Begleiter auf Kanzlerinnenreisen, wird Sprecher von Unionsfraktionschef Volker Kauder. Der neue Arbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) will sein Profil dagegen mit einem Fernsehmann aufpolieren.

Künftig führt der ehemalige ZDF-Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperte Thorsten Alsleben die Pressestelle. Einen ersten Erfolg konnte man gestern schon beim Blick auf die Webpage des Ministeriums feststellen. Während am Vormittag noch das Konterfei von Ex-Minister Olaf Scholz über Jungs Namenszug prangte, war das Versehen am Abend flugs in Ordnung gebracht.

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