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Berlin intern: Wenn Frankreichs Liebe auf die Teutonen trifft

Als ob drei Parteien am Kabinettstisch nicht schon genug wären: Bald könnte in Berlin ein vierter Partner mit am Tisch sitzen - zumindest wenn es nach Nicolas Sarkozy geht.

Geht es nach Nicolas Sarkozy, sitzt bald ein französischer Minister mit an Merkels Tisch. Quelle: Reuters
Geht es nach Nicolas Sarkozy, sitzt bald ein französischer Minister mit an Merkels Tisch. Quelle: Reuters

HB. Denn der französische Präsident begeistert sich derart für Deutschland, dass er mittlerweile nicht nur sämtliche Spitzenpolitiker vor laufenden Kameras tätschelt. Nun möchte er, dass künftig ein gemeinsamer deutsch-französischer Minister in beiden Hauptstädten mit am Tisch sitzt. Die ohnehin schon einzigartige Zusammenarbeit wäre um ein weiteres Symbol reicher.

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Nur ist die Begeisterung in Berlin nicht sehr groß. Denn wie immer stößt französische Visionskraft auf deutschen Pragmatismus: Die Besoldung wäre schwierig; ungeklärt ist, welcher Politiker eigentlich beide Sprachen so gut spricht, dass er mühelos folgen kann - oder sollen künftig auch Kabinettssitzungen gedolmetscht werden? Ganz nebenbei sorgt sich die Kanzlerin, dass ein Bi-Minister künftig mit Sarkozys Segen der FDP beim Wunsch nach kreditfinanzierten Steuersenkungen oder dem CSU-Verkehrsminister bei der Einführung der PKW-Maut beispringen könnte. Am Ende wird die übrigens nicht ganz taufrische französische Idee aber an einem noch banaleren Problem scheitern: Die Koalition wird nicht klären können, welche Partei einen deutschen Kandidaten eigentlich stellen darf.

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