Berlin
Razzia bei mutmaßlichen IS-Unterstützern

Ein IS-Gräuelvideo zeigt angeblich den deutschen Islamisten und Ex-Rapper Denis Cuspert. Während die Behörden die Authentizität des Films prüfen, hat die Berliner Polizei Wohnungen mutmaßlicher IS-Anhänger durchsucht.
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Berlin Die Polizei hat in Berlin die Wohnungen mutmaßlicher Anhänger der Terrormiliz IS durchsucht und Ferngläser, Nachtsichtgeräte sowie weitere Beweismittel beschlagnahmt. Gegen vier Türken zwischen 28 und 37 Jahren werde wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Ihnen werde vorgeworfen, erhebliche Vermögenswerte für den Kampf der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gesammelt zu haben. Die Verdächtigen sind laut Polizei aber auf freiem Fuß.

Die Sicherheitsbehörden werten auch ein Internet-Video aus, das den deutschen Islamisten Denis Cuspert zusammen mit anderen IS-Kämpfern bei der Tötung mehrerer Männer zeigen soll. Eine Sprecherin des Berliner Verfassungsschutzes sagte, Sicherheitsbehörden des Bundes und des Landes prüften im gemeinsamen Internetzentrum, ob das Video authentisch und aktuell sei. Das Video war am Dienstagabend im Internet aufgetaucht. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte: „Dieses Video fügt sich ein in die Gefährdungsbewertung, die wir haben.“ Der Generalbundesanwalt gab keine Stellungnahme ab.

Zu sehen ist, wie mindestens ein Mann erschossen und ein weiterer enthauptet wird. Insgesamt sind drei Tote erkennbar. Ein Mann, bei dem es sich um den früheren Rapper „Deso Dogg“ Cuspert handeln könnte, hält für einen Augenblick einen abgeschnittenen Kopf in der Hand. Es ist jedoch nicht zu erkennen, ob er selbst tötete. Das Video wurde von Aktivisten aus Ostsyrien verbreitet, die über Bürgerkriegsverbrechen berichten. Cuspert soll nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes in den engeren Frühungskreis des Islamischen Staates (IS) aufgestiegen sein.

In Stuttgart begann am Mittwoch ein weiterer Terrorprozess wegen Mitgliedschaft und Unterstützung des IS. Zwei Brüder im Alter von 24 und 34 Jahren sowie ein 38-jähriger Mitangeklagter müssen sich deswegen vor dem Oberlandesgericht verantworten. Ein weiterer Prozess wegen IS-Mitgliedschaft läuft bereits gegen einen 20-Jährigen in Frankfurt.

Der Stuttgarter Hauptangeklagte wurde laut Anklage Mitte 2013 in Syrien zwei Monate militärisch ausgebildet und absolvierte Wachdienste. Zudem soll er bei Aleppo gegen Truppen des Machthabers Baschar al-Assad beteiligt gewesen sein. Die beiden Mitangeklagten sollen bei der Beschaffung von Ausrüstung geholfen haben.

Der Hauptangeklagte begründete zum Prozessauftakt seinen Einsatz für den IS mit der Geschichte seiner Familie, die vom syrischen Regime verfolgt worden sei. Ein Bruder sei bei einem Raketenangriff durch syrische Truppen im Libanon umgekommen, seine Oma in syrischer Haft vergewaltigt worden. „Meine Familie war stark traumatisiert“, sagte der Sohn einer Syrerin und eines Libanesen, dessen Familie Anfang der 90er Jahre nach Deutschland kam. Zu klären ist für das Gericht noch, ob es sich bei der Terrorgruppe nicht etwa um „Dschaisch al-Muhadschirin wal-Ansar“ (JMA) gehandelt hat, die erst Ende 2013 im IS aufgegangen ist.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich hoffe sehr, daß die staatlich Verantwortlichen, einschließlich der zuständigen Politiker, endlich den Knall gehört haben und die Anhänger dieser Mörderbande unter Druck setzen, sie nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Sollten sich Beweise finden, sind sämtliche gesetzlichen Möglichkeiten am oberen Rand auszuschöpfen und nach absitzen der Strafe die sofortige Abschiebung zu veranlassen. Wir haben schon genug eigene Staatsgefährder im Land, zugewanderte brauchen wir nicht. Hoffentlich begreifen die deutschen Islamversteher endlich, wem sie da hinterherlaufen.

  • Wulf nicht vergessen.

  • Wurden die Räume vom Islamunterstützer Gauck auch untersucht?

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