Berlin

Sarrazin entflieht politischer Quarantäne

Für alle, die Thilo Sarrazin nicht mögen, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Er wird nur 1 370 Euro Rente im Monat bekommen. Die schlechte: Er ist wieder da. Und die Rente ist nicht sein einziges Alterseinkommen.
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Er ist zurück: Thilo Sarrazin. Quelle: ap

Er ist zurück: Thilo Sarrazin.

(Foto: ap)

Wer glaubte, der Sturm der Entrüstung über sein Interview zu Berlin und der Rolle, die Türken und Araber seiner Ansicht nach in der Hauptstadt spielen, hätte ihn umgeblasen, sieht sich getäuscht - andere vielleicht, aber doch nicht Thilo Sarrazin. Dienstagabend stand er putzmunter beim DIW, rechnete vor, wie hoch seine Rente sein wird, berichtete von seinem Protest bei der BfA gegen den zu niedrigen Barwert und begründete, warum wir eine steuerfinanzierte Grundrente brauchen. In einem neuen Buch mehrerer Autoren hat er dazu ein Kapitel geschrieben.

Der Bundesbanker und Sozialdemokrat war gut in Form. Launig begann er mit einer Anspielung auf den FDP-Wahlslogan "Arbeit muss sich wieder lohnen": "Ich glaube nicht, dass sich irgendwas lohnt, bei der Rente lohnt sich überhaupt nichts." Der Bundesregierung attestierte er, sie sei "Prognoseoptimist und Gestaltungspessimist", er dagegen sei bei Prognosen zurückhaltender, erwarte aber mehr von politischer Gestaltung. Die Bundesbank kam nur einmal vor: Als Finanzsenator habe er komplexe Berechnungen anstellen lassen, im neuen Job gehe das nicht mehr.

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