Berlin-Wahl
Wowereit strebt Rot-Grün an

Nach den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus muss sich die SPD einen neuen Koalitionspartner suchen. Sie kann zwischen Grünen und CDU auswählen. Klaus Wowereit hat dabei eine klare Präferenz.
  • 14

BerlinEr strahlt, lässt sich bejubeln und beklatscht sich selbst: Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und die Berliner SPD gingen am Sonntagabend zum dritten Mal in Folge als Sieger aus der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hervor. Die SPD muss sich allerdings einen neuen Koalitionspartner suchen - Rot-Rot hat nach fast zehn Jahren keine Mehrheit mehr.

Nun deutet vieles auf eine Rot-Grüne Koalition hin. „Es gibt die meisten Schnittmengen zur Partei der Grünen, nicht zur CDU,“ sagte Wowereit nach Verkündung des Wahlergebnis im ZDF. Wowereit betonte, dass er ein Bündnis mit der CDU für sehr schwierig hält. Eine Koalition mit den Grünen hat allerdings nur eine sehr knappe Mehrheit von einer Stimme.

Wowereit fügte hinzu, die Grünen müssten sich zu einer Politik des Fortschritts für Berlin bekennen. Streit zwischen SPD und Grünen gibt es besonders um die Verlängerung der Autobahn A100. Die Grünen lehnen diesen 400 Millionen Euro teuren Bau strikt ab.

Wowereit kündigte für die kommende Woche Sondierungsgespräche mit Grünen und CDU an. Die Grünen gelten als streitbarer und weniger pflegeleicht als die Linke. Am Ende müsse auch berücksichtigt werden, wie komfortabel eine Mehrheit sei, sagte Wowereit.

Die Grünen forderten eine Regierungsbeteiligung. „Wir wollen die Zukunft Berlins organisieren“, sagte Spitzenkandidatin Künast. Ihre Partei wolle in Koalitionsverhandlungen mit der SPD grüne Inhalte durchsetzen. „Wir wollen gegenüber der SPD nicht als einfacher Ersatz für die Linken bereitstehen.“ Auch Grünen-Bundeschef Cem Özdemir plädierte für Rot-Grün: „Wowereit muss entscheiden: Will er Veränderung oder will er Stillstand haben.“

Kommentare zu " Berlin-Wahl: Wowereit strebt Rot-Grün an"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Schwulen von Berlin haben Wowereit gewählt .

    Wowereit soll jetzt die Interessen der Schwulen vertreten .

    Auch wird über eine Schwulenpartei nachgedacht in der

    Wowereit die Amtsgeschäfte übernehmen soll.

  • Was meinen Sie mit "Gay-Party"? Sie müssen als Mensch sehr verächtlich sein, solche Äußerungen zu machen! Außerdem wer in diesem Zeitalter sich so äußert, der ist einfach zu peinlich!

  • Na ja. Die Es gibt halt verschiedene Kriminalität. Die kriminellen Vorgänge um die Berliner Bankgesellschaft zu Zeiten von CDU-Diepgen sind noch nicht komplett aufgearbeitet. Aber das hat Berlin gekostet. "Die juristische Aufarbeitung des Bankenskandals läuft noch, aber das Land Berlin ist durch die Kapitalzuführung von 1,7 Milliarden Euro sowie durch die Übernahme von bis zu 21,6 Milliarden Euro an Immobilienrisiken mittlerweile finanziell stark belastet."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%