Berlin
„Wir sind bereit zu sterben“

Die Hauptstadt zieht immer mehr Flüchtlinge an. Einige greifen zu drastischen Mitteln, um ein Bleiberecht in Deutschland zu erzwingen. Der Berliner Senat hat kein Konzept dafür, die Politik schaut hilflos weg.
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BerlinGroße dunkle Augen unter Wollmützen, Bartstoppeln – es sind müde Gesichter, die unter Decken auftauchen. Keine zwei Meter von ihnen entfernt rollt am Rande des Berliner Alexanderplatzes der Verkehr vorbei. Die Flüchtlinge sind erschöpft, doch zu allem entschlossen. Sie wollen ihren Hungerstreik fortsetzen. Seit sechs Tagen essen die 14 Männer aus verschiedenen afrikanischen Staaten nichts mehr, seit zwei Tagen verweigern sie auch jede Flüssigkeit.

Die Flüchtlinge setzen ihr Leben aufs Spiel, um für sich ein dauerndes Aufenthaltsrecht in Deutschland zu erreichen. „Wir machen solange weiter, bis unsere Forderungen erfüllt sind. Wir sind bereit zu sterben“, sagt einer. Die anderen nicken.

Die Politik schaut hilflos weg. Bisher ließ sich kein Politiker vom Bezirk Mitte, dem Berliner Senat oder vom Bund blicken. Kaum haben Hunderte anderer Flüchtlinge den Kreuzberger Oranienplatz friedlich geräumt, wächst in Berlin das nächste Dauer-Protestcamp aus dem Boden.

Doch Wegschauen hilft nicht. Berlin ist ein besonders begehrtes Ziel für Asylbewerber, die immer zahlreicher nach Deutschland strömen. Mehr als 18 500 Flüchtlinge kamen 2013 in die Hauptstadt, obwohl diese nach dem Länderschlüssel nur rund 6000 für das reguläre Asylverfahren aufnehmen muss. Die 38 Flüchtlingsheime sind seit Monaten überbelegt.

Hinzu kommen Hunderte illegaler Flüchtlinge sowie Tausende Roma und andere EU-Bürger aus Südosteuropa, die sich in Berlin eine bessere Zukunft erhoffen. Niemand weiß, wie viele es sind, weil sich niemand um sie kümmert. Sie bauen sich in Ruinen und auf freien Arealen Blech- und Holzhütten. Von Slums wie in Bombay ist mittlerweile die Rede.

Dass es so viele verzweifelte Flüchtlinge nach Berlin zieht, wundert Günter Burkhart nicht. „Berlin ist die Hauptstadt“, sagt der Geschäftsführer von Pro Asyl. „Sehr viele Miseren in der Asylpolitik betreffen die Bundeszuständigkeit.“

So dauerten Asylverfahren oft länger als ein Jahr. In dieser Zeit müssten die Flüchtlinge in Sammelunterkünften ausharren, dürften sich nicht frei in Deutschland oder gar Europa bewegen und nicht arbeiten, kritisiert Burkhart. „Sie werden zwangsweise in ein Gefühl der Hilflosigkeit und Abhängigkeit versetzt. Das wollen die Menschen nicht. Sie wollen arbeiten und bei ihren Verwandten leben. Deshalb demonstrieren sie am Sitz der Bundesregierung.“

Kommentare zu " Berlin: „Wir sind bereit zu sterben“"

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  • Die Hauptleidtragenden der Masseneinwanderungs-Politik

    Wir wissen, wer die Hauptleidtragenden dieser Politik der Einwanderung von Roma und der Einwanderung von 3. Welt Staatlern aus der 3. Welt sein werden -- (eine Politik die von linken Parteien inklusive der Union unterstützt wird)

    * Die Deutschen ohne Migrationshintergrund
    * Die Russland- u. Rumäniendeutsche
    * Die europäischen Zuwanderer

    * Die einfachen Arbeitnehmer und Angehörige der Unterschichten und unteren Mittelschichten.


    Denn sie sind es, die die ganzen Sozialleistungen und die ganze Asylindustrie und Integrationsindustrie, deren Lobbyorganisation bezahlen müssen -- durch Abgabeerhöhungen, Steuererhöhungen, höhere Mieten oder durch kürzere Abgaben.

    Sie sind es, die als Minderheit unter einer neuen Mehrheitsbevölkerung aus mehrheitl. muslimischen 3. Welt-Staatlern leben müssen, die ihnen nicht selten feindlich gesinnt sind.

    Sie sind es, deren Kinder Schulen besuchen müssen, in denen kein Kind Deutsch spricht, geregelter Unterricht oft nicht möglich ist, und europäische Kinder für die Mehrheit der orientalischen/nicht-europ. Schüler nicht viel mehr als Freiwild sind.
    http://ernstfall.org/2012/11/11/deutschenfeindliche-gewalt-an-schulen-ubersicht-stand-11-11-2012/


    Sie sind es, die leiden werden unter der wachsenden Raten von Gewaltkriminalität und Kleinkriminalität, die viele 3. Welt-Ethnien (insbesondere aus dem Nahen Osten) bzw. die Roma leider aufweisen -- und für laut Polizeiberichte Deutsche ein leichtes Opfer darstellen.
    http://www.sezession.de/37187/fall-daniel-s-migrantische-jugendliche-als-akteure-deutschfeindlicher-gewalt.html

    Sie sind es, die mit den hygienischen Folgen leben müssen, wenn ihr Viertel durch die 3. Welt-Einwanderer und Roma auch immer mehr auf 3. Welt-Niveau absinkt - den Müllproblemen, Fäkalien, Ungeziefer u. Verfall.
    http://ernstfall.org/2013/02/03/roma-zustrom-sozialer-friede-in-hochstem-mase-gefahrdet/

  • Die Asylanten-Expressungscamp-verantstaltenden Antifa-Autonomen werden von der etablierten Politik toleriert.

    NeueZeit schrieb:
    >>Es ist seit langem bekannt, dass diese Asyl-Protestcamps, mit denen eine noch liberalere Asylpolitik erpresst werden soll, ohne die Unterstützung der radikalen Linken und Linksautonomen gar nicht möglich werden. In der Regel ist das das gleiche linksautonome Milieu, das sich auch unter der Selbstbezeichnung "Antifa" auf Jagd gegen Andersdenkende geht<<

    Und mit dieser Asylprotestcamps-veranstaltenden, ihren Hass auf Deutsche, Russlanddeutsche und Europäer kaum verhehlenden "Antifa" kooperiert die Linkspartei vollkommen offen.

    Mit der SPD und den Grünen bestehen vereinzelte Formen der Zusammenarbeit und selbst die CDU tut seit Jahrzehnten gar nichts gegen dieses Milleu.

  • DIE VERSLUMMUNG UND VERARMUNG DEUTSCHLANDS

    Das sind die Folgen einer linken, liberalen Asylpolitik und einer Politik der Untätigkeit gegenüber Armutszuwanderung, und der Toleranz gegenüber der extremen Linken.

    >>Hinzu kommen Hunderte illegaler Flüchtlinge sowie Tausende Roma und andere EU-Bürger aus Südosteuropa, die sich in Berlin eine bessere Zukunft erhoffen. Niemand weiß, wie viele es sind, weil sich niemand um sie kümmert. Sie bauen sich in Ruinen und auf freien Arealen Blech- und Holzhütten. Von Slums wie in Bombay ist mittlerweile die Rede.<<

    Linksextreme Antifa-Szene steckt hinter den Protestcamps

    Es ist seit langem bekannt, dass diese Asyl-Protestcamps, mit denen eine noch liberalere Asylpolitik erpresst werden soll, ohne die Unterstützung der radikalen Linken und Linksautonomen gar nicht möglich werden. In der Regel ist das das gleiche linksautonome Milieu, das sich auch unter der Selbstbezeichnung "Antifa" auf Jagd gegen Andersdenkende geht. Radikale Linke, die motiviert von Hass auf alles Deutsche, Europäische und Westliche (antieuropäischen Rassismus) lieber heute als morgen die europäische Bevöklkerung Berlins verdrängt und durch 3. Welt Staatler ersetzt werden möchten.

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