Berlin
Wowereit will erst mit der Linkspartei sprechen

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, will nach der gewonnenen Landtagswahl zunächst mit der Linkspartei/PDS und dann mit den Grünen Sondierungsgespräche führen.

BERLIN. Der SPD-Politiker erklärte diese Reihenfolge am Montag vor einer Vorstandssitzung mit den 0,3 Prozent Stimmenanteil mehr, die die Linkspartei auf sich vereinen konnte. "Daraus sind aber keine Rückschlüsse zu ziehen", wen er als Koalitionspartner vorziehe, sagte Wowereit. Ein Termin für Verhandlungen stehe noch nicht fest. Er wundere sich darüber, dass die Grünen bereits Kabinettsposten verteilten und sich Kandidaten meldeten, obwohl die Partei das entsprechende Ressort gar nicht beanspruche. "Die Grünen sollten sich an ihre Wurzeln erinnern", kommentierte Wowereit diesen Vorgang.

Der Linkspartei/PDS wolle er zunächst Zeit geben, "das Wahlergebnis zu analysieren, die Enttäuschung zu verarbeiten und Schlussfolgerungen zu ziehen". Es gebe keine Zeitvorgabe, allerdings wolle er so schnell wie möglich eine stabile Regierung bilden. Sondierungsgespräche mit der Berliner CDU schloss er indessen aus. "Mit dieser CDU ist eine Regierungsbildung nicht möglich", sagte er.

Die Sozialdemokraten haben sich sich nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis von 29,7 auf 30,8 Prozent verbessert und 53 Mandate gewonnen. Die Linkspartei sackte als größter Verlierer von 22,6 auf 13,4 Prozent ab, während die Grünen sich von 9,1 auf 13,1 Prozent verbesserten. Beide stellen je 23 Abgeordnete, so dass sowohl Rot-Rot als auch Rot-Grün eine knappe Mehrheit von 76 der insgesamt 149 Sitze hätte.

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