Berliner Landeskriminalamt
Experten warnen vor Anschlägen auf WM-Sponsoren

Das Berliner Landeskriminalamt (LKA) hat vor Brandanschlägen linksradikaler Gewalttäter auf WM-Sponsoren gewarnt.

HB BERLIN. „Die Existenz einer solchen Gefährdungsbeurteilung wird bestätigt“, sagte Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch am Samstag der AP und reagierte damit auf einen entsprechenden „Focus“-Bericht. Potenziell gefährdete Betriebe, Institutionen und Unternehmen würden von der Polizei beraten. Die Zeitschrift berichtete unter Berufung auf eine aktuelle LKA-Analyse über die so genannte „Militante Gruppe“, auch ein zum Schutz von Stadien, Mannschaftsquartieren und Massenveranstaltungen engagiertes privates Sicherheitsunternehmen sei gefährdet.

Bei der „Militanten Gruppe“ handele es sich um bislang unbekannte Linksextremisten, gegen die die Bundesanwaltschaft seit fünf Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittele. Zwei wichtige WM-Sponsoren seien auf Grund ihrer Produktion in „Billiglohnländern“ mögliches Ziel von Anschlägen, zitierte „Focus“ aus der LKA-Analyse. Das private Wachunternehmen sei auf Grund seiner Kooperation mit der Polizei gefährdet. Nach jüngsten LKA-Erkenntnissen hat die „Militante Gruppe“ in den vergangenen Jahren 35 Brandanschläge verübt, zumeist auf Konzerne, Polizeistationen und Autohäuser. Glietsch sagte: „Zu Inhalten, die nur für den Dienstgebrauch bestimmt sind, nehmen wir keine Stellung.“

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