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Berliner Pannen-Airport: Verkehrsministerium kritisiert Flughafenchef Schwarz

Berlins Flughafenchef Schwarz steht wegen des Debakels um die immer wieder verschobene Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens seit Monaten in der Kritik. Nun erhebt der Bund neue Vorwürfe gegen ihn.

Der Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Rainer Schwarz. Quelle: dpa
Der Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Rainer Schwarz. Quelle: dpa

BerlinSonderermittler im Bundesverkehrsministerium haben Berlins Flughafenchef Rainer Schwarz wegen der Verzögerungen beim neuen Hauptstadtairport weiter unter Druck gesetzt. Bei einer Sitzung Mitte Oktober warfen sie ihm vor, den Aufsichtsrat lückenhaft oder falsch informiert zu haben. Das geht aus einem Protokoll hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

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Die Ermittler empfehlen zu klären, ob Schwarz und der frühere Chefplaner Manfred Körtgen haftbar zu machen seien. Die beiden Geschäftsführer trügen die volle Verantwortung. Die Vertreter des Ministeriums sollten bei der kommenden Sitzung des Aufsichtsrats am 1. November die Vorwürfe ansprechen.

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Schwarz sei bereits im vergangenen März durch die Unternehmensberatung McKinsey informiert worden, dass es Probleme beim Probebetrieb des geplanten Flughafens gebe. Der damals noch angepeilte Starttermin am 3. Juni sei „unter operativen Gesichtspunkten“ nicht mehr realistisch gewesen, hieß es in dem Protokoll. Erst im Mai hatte Schwarz aber den Aufsichtsrat darüber informiert, dass dieser Termin nicht zu halten sei - wegen Problemen mit der Brandschutzanlage.

Schwarz bestätigte laut Protokoll die Existenz zweier Schreiben von McKinsey. Er soll das erste Schreiben vom März als „sehr kritisch“ bezeichnet haben. Der Flughafenchef soll jedoch darauf hingewiesen haben, dass „es müßig sei, die Frage zu diskutieren, ob es auch durch die operativen Probleme zu einer Verschiebung gekommen wäre“.

Fraport und Flughafenbetreiber

Entscheidend sei der Brandschutz gewesen. Erst Anfang Mai habe er erfahren, dass wegen der Probleme beim Brandschutz der Juni-Termin nicht zu halten gewesen sei, verteidigte sich Schwarz laut Protokoll. Der Start sei nicht an operativen Fragen gescheitert, betonte er.

  • 20.10.2012, 20:36 UhrproFDGHG

    ...und am Flughafen Düsseldorf wirkt inzwischen das von Schwarz gestartete Programm "TAKE OFF" nach und die Beschäftigten der Groundhandling-Tochter sind von Kündigung bedroht. Nähere Infos unter: www.Wir-sind-FDGHG.com . Von dort geht´s auch zur Petition an die Stadt Düsseldorf.

  • 20.10.2012, 12:45 Uhrmargrit117888

    So ist das eben, wenn man Posten immer nur nach Parteibuch oder nach Vitamin B vergibt.
    Schwarz war die meiste Zeit seines Berufslebens als wissenschatl. Assistent an Unis etc.
    Dann als Abteilg.-Leiter Finanzwesen
    Aber vom großen und Ganzen eben keine Ahnung
    So einen kann man doch nicht zum Geschäftsführer eines solche Riesen-Unternehmens machen
    Bei uns muß mal, auch für solche Leute, wieder gelten, dass man sich nach dem Studium mal hoch arbeitet
    Unten anfangen, als Ref.- oder Abteilungsleiter dann in einem kleinen mittelständ. Unternehmen als Mitglied der Geschäftsleitug und dann nach einigen Jahren kann man eben auch selbtändig ein Unternehmen leiten. Vielen unserer Manager fehlt nämlich ganz einfach die umfassede Erfahrung, weil sie viel zu früh auf solche Posten kommen
    Im übrigen wird bei uns zu viel geschwafelt, anstatt mal die Ärmel hochzukrempeln
    Für solche Posten muß ein Allrounder her, der es drauf hat und anpackt
    Ein Assistenzarzt der gerade anfängt, wird auch nicht gleich Ober- oder Chefarzt, sondern muß erst mal ein paar Jahre Erfahrung sammeln und sich stufenweise nach oben arbeiten

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