Berliner Reaktionen

Die Angst vor dem „Großkonflikt“

Die Proteste gegen ein Islam-kritisches Video aus den USA richten sich inzwischen auch gegen deutsche diplomatische Vertretungen. Die Politik in Berlin ist alarmiert und warnt vor einer weiteren Eskalation.
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Reichstag in Berlin. Quelle: dpa

Reichstag in Berlin.

(Foto: dpa)

BerlinDie jüngste Gewalteskalation im Nahen Osten hat im politischen Berlin große Besorgnis ausgelöst. „Wir verurteilen die brutalen Angriffe auf Botschaften. Alle Regierungen sind gefordert religiösen Fanatismus entgegenzutreten und sich klar und deutlich von Scharfmachern auf allen Seiten zu distanzieren und die Sicherheit der Botschaften zu garantieren“, sagte der Grünen-Fraktionsvize Frithjof Schmidt Handelsblatt Online. „Wenn dies erfolgreich gelingt, dann lässt sich auch die Ausweitung auf einen Großkonflikt verhindern.“

Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich sagte, die gewalttätigen Angriffe auf Botschaften in arabischen und asiatischen Ländern seien auch angesichts des „primitiven und provokanten“ Films durch nichts zu rechtfertigen. „Die Regierungen und Behörden haben sowohl den Schutz der diplomatischen Einrichtungen als auch den der ausländischen Bürger zu gewährleisten“, sagte Mützenich Handelsblatt Online.

Gerade staatliche Repräsentanten aus islamisch inspirierten Parteien hätten eine  große Verantwortung. Sie müssten weitere friedliche Proteste gewährleisten und gleichzeitig die Demonstranten zu Besonnenheit mahnen. „Nur so können die positiven Impulse der arabischen Umbrüche bewahrt werden.“

In der sudanesischen Hauptstadt Khartum hatten zuvor Demonstranten die deutsche Botschaft angegriffen. Das bestätigte Bundesaußenminister Guido Westerwelle in Berlin. Die Mitarbeiter in dem ostafrikanischen Land seien aber in Sicherheit. Der Fernsehsender Al-Dschasira zeigte Bilder, auf denen hohe Flammen vor dem Botschaftsgebäude zu sehen sind. Korrespondenten zufolge riss die Menge die deutsche Flagge nieder und hisste eine islamische.

Auch die britische und die US-Botschaft waren demnach Ziel der Angriffe. Auslöser ist ein Islam-kritisches Video aus den USA. In anderen Ländern in Nordafrika und Asien demonstrierten nach den traditionellen Freitagsgebeten ebenfalls zahlreiche Menschen. Im Libanon kam bei gewaltsamen Protesten mindestens ein Mensch ums Leben.

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  • Nachwuchs
    danke für die Ironie, das heitert tatsächlich ein weig auf

  • Ich glaube es nicht: Es sind keine Islamgläubige. Meine Politiker stellen sekundlich fest: Der Islam ist friedlich und unser Vorbild. Da sollen Gewalttätigkeiten geschehen??

  • Ich hab doch heute Mittag in einem Artikel schon gesagt, ich wäre gespannt, wann das bei uns anfängt.
    Nicht nur die deutschen und amerikan. Botschaften in arabischen Ländern dürften gefährdet sein, sondern auch bei uns.
    Dafür habe wir zu viele nicht integrationswillige Muslime hier im Lande.

  • "Ich verurteile diese Angriffe auf die deutsche Botschaft auf das Schärfste", sagte Westerwelle. (Zitat)
    Die Worte werden wenig die Demonstranten beeindrucken und diese auch nicht dazu bringen, sofort wieder die deutsche Flagge aufs Dach zu stellen? Aber Spaß beiseite. Diese Ausdehnung von USA auf die westlich- europäischen Staaten zeigt deutlich, wie man im `“Muslim Bereich“ die Politik sieht. Es dürfte in der dominierenden Politik der USA in Sachen Irak und später Afghanistan zu suchen sein. Dieses nun aufgetauchte fragwürdige Video war sicherlich nur ein Auslösungseffekt. Die Einmischung von USA in Gefolgschaft europäischer Staaten auf diese zwei asiatischen Länder wurde in den vorwiegend muslimischen Staaten jeweils nur „gespeichert“ , um die Religion für die „ausufernde“ Aktion dann zu benutzen. Die freie Meinungsäußerung darf man deshalb bei uns nicht einschränken, aber ein gewisses Taktgefühl in religiösen Fragen sollte durchaus berücksichtigt werden. Natürlich kann man nicht von vornherein solche von Provokateuren gesteuerte Aktionen im Internet unterbinden. Damit muss man also rechnen – weniger damit zu rechnen ist bei korrekter Einlassung durch Volksabstimmung in eine Kriegshandlung. So gesehen- kann man dieses - also als „Strafe“ für leichtsinniges Handeln der Regierung – wenn man so will – jetzt auch sehen!

  • männliche Jugendliche im Testoschub..
    gerade dort,gibt es mehr davon,als die Welt
    zur Erhaltung der Art braucht..
    Acht Wochen Ausgangssperre und nur Frauen und
    Mädchen auf die Strasse..wie wundervoll friedlich
    wäre das Leben für diese..Bloß nach Hause zurück
    in die aggressive Stimmung dürften sie nicht mehr
    gehen..Auch nicht gut der Einfall..hm..

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