Berliner Verwaltung
PCs mit Windows XP als Sicherheitslücke

Microsoft hat seinen Kunden Jahre Zeit gegeben, sich von Windows XP zu verabschieden. Der Berliner Verwaltung reichte diese Zeit nicht aus. Nun fordert der Datenschutzbeauftragte der Hauptstadt einen radikalen Schnitt.
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berlinDie unsicheren PCs in der Berliner Verwaltung mit dem veralteten Betriebssystem Windows XP sollen nach einer Forderung des Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix noch am Dienstag abgeschaltet werden. Die persönlichen Daten der Bürger seien sonst einem unverantwortlichen Risiko durch mögliche Hacker-Angriffe ausgesetzt, sagte Dix am Montag im Inforadio vom RBB.

Microsoft hatte die technische Unterstützung für das 13 Jahre alte Betriebssystem vor einem Jahr (8. April 2014) nach langer Vorlaufphase eingestellt. Danach hat Microsoft keine Sicherheitsupdates und Aktualisierungen mehr für XP veröffentlicht. Der Fahrplan für das Support-Ende war von dem Konzern bereits im Jahr 2002 erstmals angekündigt worden.

Da die Berliner Verwaltung die Ablösung der betagten PCs nicht rechtzeitig umsetzen konnte, hatte das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) für 300 000 Euro einen verlängerten Support mit Microsoft vereinbart. Dieser läuft am Dienstag aus. Das ITDZ will ein Virenschutzprogramm für XP noch bis Ende 2015 zur Verfügung stellen.

Der Datenschutzbeauftragte Dix sagte, er wisse nicht genau, wie viele PCs noch betroffen seien. Der Senat hatte die Zahl der XP-Rechner zuletzt im März 2015 in einer Antwort auf eine Anfrage der Piraten-Fraktion mit 28 477 angegeben (Stand 31. Oktober 2014).

Am stärksten betroffen war die Finanzverwaltung mit 9097 unsicheren PCs, gefolgt von der Justizbehörde (2146). Selbst in der Senatskanzlei konnte nicht flächendeckend auf sichere Computer umgestellt werden. Dort standen noch zwei XP-Rechner.

In den Berliner Finanzbehörden seien im Januar und Februar die Rechner umgestellt worden, erklärte ein Behördensprecher. „Bis auf einige wenige, nicht internetfähige Rechner gibt es also keine XP-Rechner in der Finanzverwaltung mehr.“


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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