Berliner Weihnachtsmarkt
Facebook richtet Sicherheitscheck ein

Nach dem Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin-Charlottenburg richtet Facebook einen Sicherheitscheck für seine Nutzer ein. Sie sollen so ihren Angehörigen mitteilen, ob sie in Sicherheit sind.
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DüsseldorfAm Montagabend raste in Lastwagen in einen Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz nahe dem Kurfürstendamm. Die Polizei berichtet von mindestens 48 Personen, die verletzt sind, teilweise schwer. 12 Menschen sind ums Leben gekommen – und viele Angehörige von Personen, die sich derzeit in der Hauptstadt aufhalten, dürften in Sorge sein.

Das Soziale Netzwerk Facebook hat, wie schon häufiger in solchen Fällen, einen Sicherheitscheck eingerichtet. Unter „Anschlag in Berlin“ können Nutzer ihre Freunde benachrichtigen, wenn sie sich in Sicherheit befinden. Die Polizei hat zudem eine Hotline eingerichtet, unter der Angehörige anrufen können, um Personenauskünfte zu erhalten. Die Nummer lautet +49(0)30-54023111.

Anwohnern raten die Behörden, ihre Wohnung nicht zu verlassen. Zudem rief die Polizei dazu auf, Straßen im Stadtzentrum für Einsatzkräfte freizuhalten. Passanten sollen keine Videos vom Breitscheidplatz im Internet zu verbreiten, um die Privatsphäre der Opfer und ihrer Angehörigen zu schützen. Auf jeden Fall solle vermieden werden, Gerüchte im Netz zu verbreiten.

Nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 mit 130 Toten nutzten nach Angaben von Facebook mehr als fünf Millionen Menschen das Spezialangebot, um ihre Freunde und Angehörigen darüber zu informieren, dass sie in Sicherheit sind. Nach den Anschlägen von Brüssel im März dieses Jahres, bei denen 35 Menschen starben und weit mehr als 300 verletzt wurden, aktivierte das Onlinenetzwerk ebenfalls den Sicherheitscheck.

Kevin Knitterscheidt
Kevin Knitterscheidt
Handelsblatt / Volontär
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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