Berlins Bürgermeister

„Man muss keine Angst haben“

Berlins Bürgermeister Michael Müller versucht die Bevölkerung nach dem Anschlag zu beruhigen. Er verweist auf die erhöhte Polizeipräsenz und betont, dass sich die Menschen in Berlin weiterhin gut bewegen könnten.
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Berlins Bürgermeister äußerte scharfe Kritik an Bayerns Regierungschef Horst Seehofer (CSU). Quelle: Reuters
Michael Müller (SPD)

Berlins Bürgermeister äußerte scharfe Kritik an Bayerns Regierungschef Horst Seehofer (CSU).

(Foto: Reuters)

BerlinNach dem Anschlag in Berlin ist der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) bemüht, die Bevölkerung zu beruhigen. „Man muss keine Angst haben. Das wäre ja jetzt fatal, wenn man sich zu Hause einschließt und nicht mehr rausgeht“, sagte er am Mittwochvormittag im ZDF-„Morgenmagazin“. Dafür gebe es auch keinen Anlass. „Es ist richtig, dass wir auch darauf aufmerksam machen, dass wir eine angespannte Situation haben, dass man wachsam sein sollte.“ Die Polizeipräsenz sei an „entsprechenden Punkten“ deutlich erhöht worden. Außerdem seien Maßnahmen getroffen worden, um den Täter schnell zu finden. Man könne sich weiterhin gut bewegen in Berlin.

„Wir müssen alles tun, um diesen abscheulichen Anschlag aufzuklären“
Klaus Bouillon
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Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz kündigt schärfere Sicherheitsvorkehrungen an. Vor allem die Telefon- und Internetüberwachung von Verdächtigen müsse künftig im Fokus stehen, sagt der saarländische Innenminister Klaus Bouillon am Mittwoch der „Passauer Neuen Presse“.

Justizminister Heiko Maas
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Nach dem Attentat in Berlin hat Bundesjustizminister Heiko Maas zu Besonnenheit in der politischen Debatte über Konsequenzen gemahnt. „Wir müssen alles tun, um diesen abscheulichen Anschlag aufzuklären. Der oder die Täter müssen mit der ganzen Härte des Rechtsstaates zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die beste Antwort auf den Hass von Terroristen sei der wehrhafte Rechtsstaat. „Niemand sollte versuchen, dieses abscheuliche Verbrechen für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren. Wer es dennoch tut, entlarvt sich selbst als verantwortungslos.“

Wolfgang Bosbach
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Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach regt am Mittwoch an, Flüchtlinge mit völlig ungeklärter Identität und Nationalität nicht mehr einreisen zu lassen. Im BR äußert er Zweifel, dass Flüchtlinge in großer Zahl ihre Ausweise tatsächlich verlieren: „Sind Sie sicher, dass die alle ihre Papiere verlieren? Es ist doch wirklich interessant, fast alle haben ihr Smartphone dabei, aber alle verlieren unterwegs ihre Pässe.“

Joachim Gauck
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Bundespräsident Joachim Gauck hat den Verletzten des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt die Anteilnahme der ganzen Nation übermittelt. „Die Menschen sollen spüren, dass sie nicht allein sind“, sagte Gauck am Mittwoch nach einem Besuch bei Verletzten im Virchow-Klinikum der Charité. Gauck dankte auch den Ärzten und Pflegekräften für ihren Einsatz. In Gesprächen mit Verletzten sei er von ihrer Gefasstheit beeindruckt gewesen. „Ich habe sie an die Kräfte erinnert, die in ihnen sind“, sagte der Präsident. Unter anderem habe er mit einem Mann gesprochen, „der verletzt wurde, weil er geholfen hat“, sagte Gauck. Der Mann sei bei der Rettung der Verletzten von einem herabstürzenden Balken im Genick getroffen worden. Am Tag des Geschehens zeigte Gauck sich erschüttert. „Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt“, sagt er.

Francois Hollande
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Frankreichs Präsident François Hollande hat sich nach dem Vorfall auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin betroffen gezeigt. „Die Franzosen teilen die Trauer der Deutschen angesichts dieser Tragödie, die ganz Europa trifft“, teilte der Élysée-Palast mit.

Bernard Cazeneuve
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Premierminister Bernard Cazeneuve erklärte auf seinem Twitteraccount auf Deutsch: „Ganz Frankreich steht an Deutschlands Seite.“

Jean-Marc Ayrault
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Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault hat betroffen auf den möglichen Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt reagiert. „Entsetzt von den Nachrichten aus Berlin und vollkommen solidarisch mit unseren deutschen Freunden“, schrieb der Pariser Chefdiplomat am Montagabend auf Twitter.

Müller warnte davor, den Anschlag mit mindestens zwölf Toten und vielen Verletzten parteipolitisch auszunutzen. „Gerade das, was wir aus Bayern hören, das ist in dieser Situation wirklich unanständig“, sagte er mit Blick auf die Äußerungen von Bayerns Regierungschef Horst Seehofer. Der CSU-Chef hatte am Dienstag mit Blick auf den Anschlag in Berlin zu Beginn einer Kabinettssitzung in München erklärt: „Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere gesamte Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren.“

Der bayerische Ministerpräsident äußerte sich nur 14 Stunden nach dem Anschlag mit zwölf Toten und vielen Verletzten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Polizei zwar einen Verdächtigen – vermutlich ein Pakistaner – festgenommen. Dieser wurde jedoch später mangels dringenden Tatverdachts wieder freigelassen.

  • dpa
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