Berlins regierender Bürgermeister
Wowereits Altlasten

Klaus Wowereit geht, doch die Probleme bleiben. Sein Nachfolger im Berliner Bürgermeisteramt muss sich nicht nur mit dem Flughafendesaster herumschlagen. Auch an anderer Stelle wartet viel Arbeit. Ein Überblick.
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Berlin/DüsseldorfDer Rückzug ist Klaus Wowereit nicht leicht gefallen, wie er sagt. Doch eine Aufgabe wird er ganz gewiss nicht vermissen. Auf die Frage, ob er weiter Aufsichtsratschef des Berliner Flughafen (BER) bleiben wolle, antwortet er ironisch: „Dieses so hoch attraktive Amt sollte man noch nach Ausscheiden als Regierender Bürgermeister behalten? Ich glaube kaum.“

Der Berliner Flughafen ist zum Sinnbild für das Versagen der Berliner Lokalpolitik geworden. Er ist aber nicht der einzige Problemfall, den Wowereit seinem Nachfolger überlässt. Wer auch immer ihm im Amt folgt, hat auch noch an anderen Fronten zu kämpfen. Seine heutige Pressekonferenz leitete Wowereit mit einem Vortrag über Berlins mögliche Olympiabewerbung 2024 ein. Das Bewerbungsverfahren für die Olympischen Spiele 2024 könnte Berlin Berichten zufolge 50 Millionen Euro kosten, die Spiele selbst sollen mit zwei Milliarden Euro zu Buche schlagen. Außer in Berlin ist in Deutschland auch in Hamburg eine Olympia-Bewerbung im Gespräch.

Die Frage ist allerdings auch, ob sich Berlin ein finanzielles Abenteuer wie Olympische Spiele überhaupt leisten kann. Denn Wowereit übergibt seinem Nachfolger eine hochverschuldete Stadt, die sehr stark von den Finanzhilfen anderer Bundesländer abhängt.

Klaus Wowereits Nachfolger hat also jede Menge Arbeit vor sich. Ein Überblick über die drängendsten Probleme.

Kommentare zu " Berlins regierender Bürgermeister: Wowereits Altlasten"

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  • Flughafen ausbauen? Warum Experten haben geplant, wurden und werden fürstlich, verbrecherisch entlohnt, und schon wieder Fehleplanungen? Warum bestraft man diese Experten wegen absoluter Unfähigkeit nicht massiv und verlangt die Mehrkosten von Diesen per Gesetz? Schon gibt es keine "Experten" mehr!

  • Olympia für Berlin? Nein! Erst sollen andere Länder die Möglichkeit erhalten, die noch nie die Spiele hatten. Außerdem gibt es doch ein Olympisches Dorf westlich von Berlin. Nur Dinge aus dem 3. Reich dürfen ja nie mehr benutzt werden! Welch Schachsinn!!!

  • 3.300.000.000 €! Jährlich! Und dennoch weitere Schulden jedes Jahr. Und vom Bund gibt's als Bundeshauptstadt auch noch Zuschüsse!
    Bayern muss standhaft bleiben und den LFA auslaufen lassen.
    Es ist so einfach, dass Geld anderer Leute auszugeben. Typisch Sozialisten.

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