Beschäftigung
Arbeitsagentur: Firmen betrügen bei Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg erhebt schwere Vorwürfe gegen Unternehmen: Rund 100 Firmen in Deutschland stehen im Verdacht, den Staat beim Bezug von Kurzarbeitergeld betrogen zu haben. Darunter sollen größere und kleinere und kleinere Firmen sein.

HB NÜRNBERG. Die Firmen sollen für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet und dadurch Beiträge der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Sozialversicherung kassiert haben, obwohl ihre Beschäftigten normal weiter gearbeitet hätten, sagte Kurt Eikemeier von der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA). Er bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Rundschau".

In 59 Fällen seien bereits die zuständigen Staatsanwaltschaften oder das Hauptzollamt informiert worden. Um welche Unternehmen es sich handelt, wollte der BA-Sprecher nicht sagen. Es seien aber Firmen aller Größenordnungen unter den Verdächtigen.

Möglich sei, dass die Mitarbeiter unter Druck gesetzt worden seien, unentgeltlich Mehrarbeit zu leisten, damit die Firmen die Zuschüsse für die Kurzarbeit kassieren könnten, sagte Eikemeier. Insgesamt hätten derzeit bundesweit mehr als 36 000 Betriebe Kurzarbeit beantragt. Die meisten davon sitzen in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

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