Beschwerde angekündigt
Hartes Urteil für Christliche Metaller

Nach einer Klage der IG Metall hat das Stuttgarter Arbeitsgericht hat der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) den Gewerkschaftsstatus abgesprochen.

HB STUTTGART. Den Christlichen Metallern fehle die Durchsetzungskraft und Leistungsfähigkeit, um die Umsetzung abgeschlossener Tarifverträge zu garantieren, teilte der Vorsitzende Richter in seiner Entscheidung mit. Die CGM beziffert ihre Mitgliederzahl auf bundesweit 97 000, wollte aber keine Angaben zu den einzelnen Landesverbänden und Organisationsbereichen machen. Antragsteller war die IG Metall. Die CGM kündigte eine Beschwerde gegen den Entscheid an.

Experten rechnen damit, dass der Rechtsstreit zwischen IG Metall und CGM frühestens in dritter Instanz vor dem Bundesarbeitsgericht geklärt wird. CGM-Geschäftsführer Peter Häge betonte, es müsse Alternativen zu den Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) geben. Die Mitgliedschaft dürfe nicht das einzige Kriterium sein. IG Metall-Rechtsanwalt Friedrich Schindele meinte, er habe mit dem diesem Beschluss gerechnet.

Die CGM hat vor allem in den neuen Bundesländern zahlreiche Tarifverträge abgeschlossen und ist besonders im Handwerk vertreten. Der Richter kritisierte, dass die Gewerkschaft mit 43 hauptamtlichen Beschäftigten zu klein sei, um die Einhaltung von Tarifverträgen zu überwachen.

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