"Besonderer Status der Hansestadt"
Hamburger Ärzte-Tarif soll nicht für alle gelten

Die Einigung im Tarifstreit der Ärzte in Hamburg wirkt sich nach Angaben des Verhandlungsführers der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Hartmut Möllring, nicht auf andere Bundesländer aus.

HB HANNOVER. Die Kliniken in der Hansestadt hätten einen besonderen Status, sagte der CDU-Politiker und niedersächsische Finanzminister am Donnerstag. Die Einigung sei so etwas wie ein Haustarif. Etwas ähnliches habe es ja auch bereits in Berlin gegeben. Dort hatten sich vor rund einem Monat die Tarifpartner an der Charité verständigt.

In Hamburg hatten sich am Mittwoch die Verhandlungskommissionen der Ärztegewerkschaft und des Krankenhausarbeitgeberverbandes Hamburg (KAH) auf einen Vorschalttarifvertrag über Arbeitszeiten und Bereitschaftsdienste geeinigt. Die mehr als 3000 Krankenhausärzte wollen nun weiter über die Erhöhung ihrer Gehälter verhandeln. Mit einem Ergebnis werde innerhalb der nächsten drei Monate gerechnet, sagte ein Sprecher der KAH.

Weitere Tarifverhandlungen mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund schloss Möllring erneut aus. „Wir haben einen Tarifvertrag“, sagte er mit Blick auf die Einigung im Tarifstreit mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Der Marburger Bund hatte am Mittwoch für die 22 000 Uniklinik-Ärzte eine massive Ausweitung von Dauerstreiks beschlossen. Wegen der unnachgiebigen Haltung der Länder soll an Universitätskliniken und psychiatrischen Landeskrankenhäusern von diesem Montag an die ganze Woche gestreikt werden.

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