Besonders starker Rückgang beim Bund
Steuereinnahmen brechen im Juli weg

Im Juli sind die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen trotz der sich aufhellenden Konjunktur kräftig eingebrochen. Das Bundesfinanzministerium bestätigte ein Minus von 9,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat.

HB BERLIN. In die Kassen des Bundes flossen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sogar 15,6 Prozent weniger Steuereinnahmen als im Vorjahr.

Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Freitag Zahlen zur aktuellen Steuerentwicklung, die von der „Süddeutschen Zeitung“ vorab veröffentlicht worden waren. „Die Steuereinnahmen fahren Achterbahn“, räumte er ein. Zugleich verwies er aber darauf, dass das Steueraufkommen der Konjunkturentwicklung in der Regel hinterher hinkt. Damit spiegelten die Zahlen für den Juli auch noch nicht die tatsächliche Konjunkturentwicklung wider, die sich zuletzt positiver dargestellt hatte.

Der Rückgang bei den Einnahmen des Bundes ergibt sich nach Angaben des Sprechers vor allem aus einem kräftigen Minus beim Lohnsteueraufkommen, das unter anderem mit dem Wegfall des Urlaubsgeldes in vielen Firmen zusammenhängen könnte. Auch die Mehrwertsteuereinnahmen seien schwächer ausgefallen - offenbar ein weiterer Hinweis für die immer noch schwache private Konsumnachfrage in Deutschland.

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte angesichts der jüngst angehobenen Expertenprognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland wiederholt vor Euphorie gewarnt. Die konjunkturellen Aussichten seien zwar günstiger, doch sei die Konjunktur immer noch instabil, lautete seine Warnung. Erst wenn die Binnennachfrage ebenfalls kräftig anziehe, könne von einem nachhaltigen Aufschwung die Rede sein.

Seite 1:

Steuereinnahmen brechen im Juli weg

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%