Bespitzelungsvorwürfe
Brandenburger CDU-Generalsekretär tritt zurück

Der brandenburgische CDU-Generalsekretär Sven Petke ist nach Bespitzelungsvorwürfen zurückgetreten.

HB POTSDAM. Der brandenburgische CDU-Generalsekretär Sven Petke ist nach Bespitzelungsvorwürfen zurückgetreten. Zuvor hatte CDU-Landeschef Jörg Schönbohm den 38-jährigen am Freitagabend in Potsdam aufgefordert, sein Amt niederzulegen. Petke, der mit der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Bundestagsfraktion Katherina Reiche verheiratet ist, sowie Landesgeschäftsführer Rico Nelte wird vorgeworfen, den E-Mail-Verkehr mehrerer Landesvorstandsmitglieder mitgelesen zu haben.

Nelte wurde von dem Parteigremium beurlaubt. Eine parteiinterne Untersuchungskommission unter Leitung des stellvertretenden Parteichefs Ulrich Junghanns hatte dem Landesvorstand zuvor einen Zwischenbericht vorgelegt. Die Vorwürfe hatte der bisherige Betreuer der CDU-Internetserver erhoben und Strafanzeige gegen Petke und Nelte gestellt. Die Staatsanwaltschaft Cottbus prüft derzeit, ob sie ein Ermittlungsverfahren einleitet.

Innerhalb der Brandenburger CDU hatte die Affäre zu einem Streit um die Nachfolge Schönbohms geführt, der sich im kommenden Jahr vom Landesvorsitz zurück ziehen will. Schönbohm hatte Junghanns als Nachfolger vorgeschlagen, aber auch dem früheren Verfassungsschützer Petke waren parteiintern Ambitionen nachgesagt worden.

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