"Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende"
Wulff will Rechtschreibreform kippen

Niedersachsens Ministerpräsident Wulff will die Rechtschreibreform kippen. Bevor die neuen Regelungen im kommenden Jahr verbindlich würden, sollten sie schnell wieder abgeschafft werden, sagte der CDU-Politiker.

HB BERLIN. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat sich für eine Aufgabe der Rechtschreibreform ausgesprochen. Der «Bild am Sonntag» sagte der CDU-Politiker, man solle bis auf wenige Ausnahmen zur alten Schreibung zurückkehren und «einen Schlussstrich unter diese unselige Diskussion ziehen». Jetzt sei die Möglichkeit dafür noch gegeben, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende. Am 1. August 2005 wird die neue Rechtschreibung an Schulen und Universitäten verbindlich. Zwar wird sie schon gelehrt, die Benutzung der alten Regeln gelten aber noch nicht als Fehler.

Viele Lehrer wüssten nicht, was sie vom kommenden Jahr an den Kindern beibringen sollten, sagte Wulff. Hinsichtlich der korrekten Rechtschreibung dürfe es aber keine Grauzonen geben. Denn Gleichgültigkeit in Fragen der Orthografie sei für die Sprache eine Katastrophe, sagte der CDU-Politiker. Ein Ende mit Schrecken sei besser als ein Schrecken ohne Ende.

Wulff sagte der Zeitung weiter, die Reform sei ein Ergebnis «der Arroganz vermeintlicher Experten und der zuständigen Gremien». Dabei sei nicht beachtet worden, dass die Sprache ein gewachsenes Kulturgut und in starkem Maße dem Zugriff der Politik entzogen sei.

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