Bestätigung eines Medienberichts
Max Strauß wegen Betruges angeklagt

Nicht nur Steuerhinterziehung sondern auch Beihilfe zum Betrug wird nun dem Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß, Max Strauß, vorgeworfen. Auch deshalb wird er sich möglicherweise vor gericht verantworten müssen.

HB MÜNCHEN. Die Münchener Staatsanwaltschaft habe im Zusammenhang mit Betrügereien in der so genannten Wabag-Affäre Anklage gegen Max Strauß erhoben, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld am Dienstagabend und bestätigte damit einen Vorabbericht der „Abendzeitung“ (Mittwochausgabe). Strauß werde Beihilfe zum Betrug in neun Fällen vorgeworfen. So sei er als Justiziar der Anlagefirma Wabag, die Investoren um rund 100 Mill. € geprellt haben soll, an allen wesentlichen Verhandlungen beteiligt gewesen und habe deren Verträge erstellt. Zudem habe er die wirtschaftlichen Interessen der Wabag vertreten. Wie die „Abendzeitung“ berichtete, soll Strauß in den Jahren 1995 bis 1999 rund 500 000 € Honorar von der Wabag kassiert haben. Offen ist, ob die Anklage der Staatsanwaltschaft vom Gericht zur Verhandlung zugelassen wird.

Ab Januar muss sich Max Strauß bereits vor dem Landgericht Augsburg wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verantworten. Früheren Angaben seines Anwalts zufolge wird ihm vorgeworfen, bei einem Airbus- und Panzergeschäft von dem Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber rund 2,7 Mill. € illegale Provisionen erhalten und nicht versteuert zu haben. Strauß hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

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