Besteuerung von Paaren
Grüne halten Familiensplitting für unsozial

In der Diskussion um eine mögliche Ablösung des Ehegattensplittings durch ein Familiensplitting haben sich die Grünen zu Wort gemeldet. Ihr Befund: Da vor allem jene Eltern profitieren würden, die es ohnehin schon „dicker“ haben, sei der Vorschlag abzulehnen.

HB BERLIN. Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, sagte am Dienstag in Berlin, dies sei ein „familienfreundliches Element für Spitzenverdiener“ und daher ein unsozialer Vorschlag. Seine Partei trete stattdessen für die Abschmelzung des Ehegattensplittings ein, um mit den Steuermehreinnahmen Kinderbetreuungsplätze zu finanzieren.

Das Familiensplitting sei die „falsche Antwort auf die richtige Frage“, wie kinderreiche Familien entlastet werden könnten. Mit dem Familiensplitting könnten sich „Reiche arm rechnen“, sagte Beck. Mit dem Konzept der Grünen zur Individualbesteuerung, nach dem ein Partner höchstens 10 000 Euro auf den anderen Partner übertragen könne, würden fünf Milliarden Euro erwirtschaftet, mit denen mehr Kinderbetreuung finanziert werden könnte. Das Familiensplitting hingegen führe zu Steuermindereinnahmen. Der CSU, die am Ehegattensplitting in der jetzigen Form festhalten möchte, warf er „Interessenpolitik für die Hausfrauen-Ehe“ vor.

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