Besuch des US-Präsidenten
"Meck-Pom" im Ausnahmezustand

Begleitet von den massivsten Sicherheitsvorkehrungen in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns und bundesweiten Demonstrationen beginnt US-Präsident George W. Bush an diesem Mittwoch seinen dritten Deutschlandbesuch.

HB STRALSUND. Trotz der über 12 000 Polizisten und strengen Absperrungsmaßnahmen soll der insgesamt dreitägige Aufenthalt einen anderen Charakter haben als der Bush-Besuch vor gut einem Jahr in Mainz, hieß es am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin. Damals war Bush praktisch total von der Öffentlichkeit abgeschirmt worden.

In Stralsund am Donnerstag soll nun zumindest ein Kontakt mit rund 1000 scharf kontrollierten Bürgern auf dem Marktplatz der Hansestadt möglich sein. Die Visite von Bush bestimmt zunehmend den beginnenden Wahlkampf im Nordosten, wo am 17. September ein neuer Landtag gewählt wird. Die CDU kritisierte die nach ihrer Ansicht unklare Haltung der rot-roten Landesregierung.

Bush wird am Mittwochabend gegen 21.45 Uhr in Rostock-Laage landen und von Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) begrüßt. Das eigentliche Besuchsprogramm findet am Donnerstag in Stralsund statt, wo Merkel und Bush bei mehreren Treffen die internationalen Konfliktthemen besprechen wollen. Im Mittelpunkt werden der Iran- Atomkonflikt und die Sicherheitslage in Afghanistan stehen. Nach dem Terroranschlag von Bombay dürfte auch der Kampf gegen Terrorismus ein Thema sein.

Möglich ist auch die Erörterung der Zukunft des Gefangenenlagers Guantanamo, hieß es. Im Fall des inhaftierten Deutsch-Türken Murat Kurnaz zeichne sich eine Lösung ab. Ob beide den Fall ansprechen, sei aber offen. Am Freitag reist Bush zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, bevor er am G8-Gipfel in St. Petersburg teilnimmt.

In Berlin wird fest erwartet, dass Bush Merkel offiziell auf seine Ranch in Crawford in Texas einladen wird. Schon vor dem Besuch gab es nach entsprechende Signale aus Washington. Bisher hat Bush in Crawford nur solche Staats- und Regierungschefs empfangen, mit denen er ein besonders enges Verhältnis hat - etwa Großbritanniens Regierungschef Tony Blair.

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