Besuch in Oslo
Rösler trauert mit Norwegen

Vizekanzler Rösler ist nach Oslo gereist und hat der Opfer des Attentats gedacht. Zugleich lobte er die Besonnenheit des Landes im Umgang mit dem Verbrechen: "Das zeigt, wie großartig diese Gesellschaft ist."
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OsloDie Abendsonne lässt das rot lackierte Herz hell aufleuchten. „Greatest of all is love“, steht auf der markanten Skulptur am Osloer Dom. Das Allergrößte ist die Liebe. Philipp Rösler legt einen Blumenkranz aus weißen Rosen und schwarz-rot-goldenem Band nieder. Dann verneigt und bekreuzigt sich der Vizekanzler im Gedenken an die 77 Toten des Bombenanschlags im Herzen der norwegischen Hauptstadt und des Massakers an Jugendlichen auf der nahe gelegenen Insel Utøya.

Der sichtlich betroffene Rösler (38) reicht Energieminister Ola Borten Moe (35) am Mittwochabend die Hand: „Das war ein wichtiger Moment für meinen Kollegen und für mich“, sagt der FDP-Politiker später. Neugierig beobachten mehrere hundert Norweger und Touristen die kleine Zeremonie. Ein Großteil des Blumenmeeres ist schon verwelkt. Die Osloer Behörden wollen sie nun wegräumen.

Rund um den Dom ist diese seltsame Mischung aus Trauer und Alltag zu spüren. Eine Familie mit Kindern legt kleine Zettel der Anteilnahme zu den Blumen. In den Straßencafés gegenüber sitzen viele Menschen beim Feierabendbier. Eine Band spielt laute Dixie-Musik.

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