Betreiber Vattenfall in der Kritik
Brunsbüttel befeuert Atom-Debatte

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) wehrt sich gegen den Vorwurf, er betreibe gezielt die vorzeitige Abschaltung des Atomkraftwerks Brunsbüttel. Unterdessen weist der AKW-Betreiber Vattenfall jegliche Sicherheitsbedenken zurück.

BERLIN. Ein Sprecher Gabriels sagte, sofern der Betreiber Vattenfall die Sicherheit der Anlage nachweisen könne, solle der Reaktor nicht vor dem geplanten Abschalttermin vom Netz gehen. Der Minister habe nicht die Absicht, „aus Willkür heraus“ Reaktoren abzuschalten, hob der Sprecher hervor.

Zuvor hatte der Chef der Vattenfall-Nuklear-Sparte, Bruno Thomauske, im Gespräch mit dem Handelsblatt kritisiert, sein Unternehmen fühle sich „zu Unrecht an den Pranger gestellt. Man kann den Eindruck gewinnen, dass dahinter andere Gründe stehen“. Es gehe möglicherweise darum, bestimmte Anlagen „sicherheitstechnisch zu diskreditieren“.

Das Ministerium wies die Vorwürfe zurück. „Solche Unterstellungen sind völlig abwegig, gleichwohl sehr aufschlussreich. Die Atomaufsicht des Bundes tut ihre Arbeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger. In Sicherheitsfragen gibt es keinen Rabatt“, sagte der Ministeriumssprecher.

Erst am Freitag vergangener Woche hatte das Bundesumweltministerium zusätzliche Nachweise über die Notstromversorgung im Atomkraftwerk Brunsbüttel angefordert, die Vattenfall bereits gestern vorlegen musste. In der Branche war die rigide Fristsetzung als „Ultimatum“ aufgefasst worden. Das Ministerium sprach von einer „angemessenen Frist“.

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