Betroffen sind die Universitätskliniken in Freiburg, Ulm, Tübingen und Heidelberg
Klinikpersonal tritt in den Streik

Im Südwesten Deutschlands kommt es wohl ab Mitte nächster Woche zum ersten unbefristeten Streik an Universitätskliniken. Die Gewerkschaft richtet sich auf einen wochenlangen Arbeitskampf ein.

HB STUTTGART. Die Verdi-Mitglieder im Südwesten haben am Freitag mit überwältigender Mehrheit grünes Licht für Streik gegeben. Von Mittwoch an wollen Schwestern sowie anderes Versorgungs- und Verwaltungspersonal in den Ausstand treten. Die Ärzte sind Angestellte des Landes und nehmen nicht an dem Streik teil.

Während des Ausstandes soll nach Angaben von Verdi lediglich eine Notversorgung eingerichtet werden. Behandlungen, „bei denen es nicht um Leib und Leben“ geht, werden verschoben. Der Anteil der unbedingt notwendigen Operationen belaufe sich auf zehn Prozent.

An den Universitätskliniken in Freiburg, Ulm, Tübingen und Heidelberg sind 25 000 Schwestern, Techniker, medizinisch-technische Assistenten, Verwaltungs-, Reinigungs- und Küchenkräfte beschäftigt.

Die Gewerkschaft fordert den Erhalt der 38,5-Stunden-Woche und 50 Euro mehr im Monat für ein Jahr. Die Arbeitgeber, die Verhandlungsgemeinschaft der Krankenhäuser, wollen die 40- Stunden-Woche durchsetzen und bieten Einmalzahlungen von jeweils 300 Euro für die Jahre 2005 bis 2007 an. Nach Berechnungen von Verdi bedeutet die Offerte der Arbeitgeber einen Einkommensverlust von sieben bis neun Prozent. Die Arbeitgeber bestreiten dies.

Für den Streik votierten 92,5 Prozent. 75 Prozent Zustimmung wären notwendig gewesen. „Verhandlungen konnten das Lager der Arbeitgeber nicht bewegen - folglich kommt es zur Bewegung in und vor den Häusern“, sagte Ingo Busch, Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission, am Freitag in Stuttgart. Die Gewerkschaft habe sich auf mehrere Wochen Streik eingestellt.

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