Bevölkerungsprognose
Ostdeutschland wird sich dramatisch leeren

Die Bevölkerungszahl in Ostdeutschland wird in den kommenden Jahren noch einmal dramatisch schrumpfen. Positiv dürfte sich das auf den Arbeitsmarkt auswirken: Für 2016 wird den neuen Bundesländern Vollbeschäftigung zumindest für Hochqualifierte vorausgesagt.

HB BERLIN. Im Jahr 2020 werden in den neuen Ländern einschließlich Berlin nur noch rund 15,5 Millionen Einwohner leben, also 1,5 Millionen oder neun Prozent weniger als 2002, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt. Besonders die erwerbsfähige und hoch qualifizierte Bevölkerung wird weniger, fand das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zusammen mit dem Ifo-Institut und der Technischen Universität Dresden heraus.

Die Entvölkerung im Osten trifft wahrscheinlich besonders die abgelegenen Gegenden, hieß es. In den alten Bundesländern setze diese Entwicklung erst später ein.

Positiv vermerkt der Bericht, dass sich die aktuelle Misere am Arbeitsmarkt für Menschen mit Berufsabschluss deutlich entspannen wird. „Auf dem Markt für Hochqualifizierte dürfte es bei Konstanz der Löhne schon ab 2016 zu Vollbeschäftigung kommen“, hieß es. Nach Ansicht der Gutachter werden insgesamt die demographisch notwendigen Anpassungsprozesse durch das Auslaufen des Solidarpakts im Jahre 2019 und die hohen Finanzierungsdefizite der neuen Länder verschärft.

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