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Bewusstseinswandel: Deutsche bleiben immer länger im Berufsleben

Deutsche arbeiten immer länger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit. Sie sieht in der steigenden Beschäftigungsquote Älterer einen Bewusstseinswandel - mit einem blinden Fleck.

Der Anteil der über 60-jährigen Arbeitnehmer ist gestiegen. Quelle: dpa
Der Anteil der über 60-jährigen Arbeitnehmer ist gestiegen. Quelle: dpa

BerlinIn Deutschland arbeiten nach einem Zeitungsbericht immer mehr ältere Menschen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Arbeitnehmern zwischen 60 und 64 Jahren habe 2012 mit knapp 1,44 Millionen den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht, schreibt die „Frankfurter Rundschau“ unter Berufung auf eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit (BA).

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Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Jahr 2000 habe sich der Anteil der über 60-Jährigen in sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen auf 29,2 Prozent annähernd verdreifacht.

„Der kontinuierliche Anstieg der Beschäftigungsquote Älterer zeigt den Bewusstseinswandel auf beiden Seiten: Unternehmen halten ältere Mitarbeiter länger in Arbeit, und Arbeitnehmer wollen auch länger im Job bleiben“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der Zeitung.

Eines sei aber von diesem Bewusstseinswandel bisher unberührt geblieben: Arbeitnehmer über 50 Jahre, die entlassen werden, haben laut Weise nach wie vor schlechte Aussichten auf eine neue Stelle. „Ich wünsche mir, dass Unternehmen auch bei der Einstellung Älteren eine Chance geben“, sagte der BA-Chef.

  • 25.01.2013, 07:33 UhrShar

    Oder ist es einfach nur pure Not, wenn die älteren Menschen noch viel länger arbeiten müssen?!?!
    Ach ja und da wir gerade dabei sind würde ich es sehr begrüßen wenn der Renteneintritt sich nicht nach dem starren Rentenalter richtet, sondern nach der Anzahöl der Beitragsjahre! Ich habe seit meinem 16ten Lebensjahr ununterbrochen gearbeitet, da ist es unfair, wenn Menschen, die erst mit 23 Jahren etwas in die Rentenkasse einzahlen das gleiche Renteneintrittsalter haben!!!
    Vielleicht sollte man mal klagen ...

  • 25.01.2013, 07:52 UhrRene

    Es ist die Folge, weil man auf die Jugend nicht mehr setzen kann, die Lebenserwartung steigt und die Gesundheit es eher zuläßt als früher. Und natürlich auch, weil wir die Renten nicht über eine höhere Staatsverschuldung finanzieren können. Nun muß endlich mal erarbeitet werden, was auch verteilt wird. In den letzten 50 Jahren hat man das ja tlw. übers Verschulden finanziert.

  • 25.01.2013, 08:03 UhrShar

    Ach ja, es stand doch gerade gestern in den Zeitungen, dass die Rentenkasse sehr große Überschüsse hat. Vielleicht sollten diese nicht gleich wieder verplempert werden indem für eine gewisse Zeit der Abzug minimal gesenkt wird, sondern wie es andere Länder Machen der Überschuß in einen Vorsorgefonds eingezahlt werden. Dieser investiert dann breit gestreut und baut langfristig Vermögen auf, was zu einer Stabilität der Beiträge, zur Sicherheit der Renten, etc führt. (z.B. Singapur, nordische Länder, etc.)

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