Bewusstseinswandel: Deutsche bleiben immer länger im Berufsleben

Bewusstseinswandel
Deutsche bleiben immer länger im Berufsleben

Deutsche arbeiten immer länger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit. Sie sieht in der steigenden Beschäftigungsquote Älterer einen Bewusstseinswandel - mit einem blinden Fleck.
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BerlinIn Deutschland arbeiten nach einem Zeitungsbericht immer mehr ältere Menschen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Arbeitnehmern zwischen 60 und 64 Jahren habe 2012 mit knapp 1,44 Millionen den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht, schreibt die „Frankfurter Rundschau“ unter Berufung auf eine Analyse der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Im Vergleich zum Jahr 2000 habe sich der Anteil der über 60-Jährigen in sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen auf 29,2 Prozent annähernd verdreifacht.

„Der kontinuierliche Anstieg der Beschäftigungsquote Älterer zeigt den Bewusstseinswandel auf beiden Seiten: Unternehmen halten ältere Mitarbeiter länger in Arbeit, und Arbeitnehmer wollen auch länger im Job bleiben“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der Zeitung.

Eines sei aber von diesem Bewusstseinswandel bisher unberührt geblieben: Arbeitnehmer über 50 Jahre, die entlassen werden, haben laut Weise nach wie vor schlechte Aussichten auf eine neue Stelle. „Ich wünsche mir, dass Unternehmen auch bei der Einstellung Älteren eine Chance geben“, sagte der BA-Chef.

Kommentare zu " Bewusstseinswandel: Deutsche bleiben immer länger im Berufsleben"

Alle Kommentare
  • So ist es. Es fehlt jetzt nur noch, dass die Rentenkasse auch noch die Pensionen für Beamte und Politiker tragen muss. Sachlich unterscheiden die sich auch nicht von den "Betragszahlern" in der ehemaligen DDR.

    Da die dortigen "Arbeitnehmer" alle Staatsbedienstete waren, wären sie ohnehin in der Kaste der Beamten besser aufgehoben gewesen.

  • Da eine Nivellierung des Sklavenvolks angestrebt wird, sollten alle an einem Stichtag (wie wäre es mit dem "Befreiungstag" für uns Deutsche?) urplötzlich einer "Grippe-Pandemie", eines "Unfähigkeits-Virus" oder eines anderen unvorhersehbaren Ereignisses anheim fallen.
    Nur für einen einzigen Tag - phantastisch!
    Volksweite Verweigerung. Dies ginge auch mit nur einem Ei (oder gerade deswegen).
    Geldentzug, Verachtung; genau das, was mit uns tagtäglich gemacht wird. Überlegt mal... weiter.

  • Danke Frau Merkel! Danke Herr Schröder!

    Sie haben da jemand Wichtigen vergessen!
    Dank des CDU Kanzlers Helmut Kohl haben wir die Altersarmut in diesem Umfang in D.. Damals wurden den Aussiedlern Rentenzeiten und Zahlungen gutgeschrieben, obwohl keine Mark eingezahlt wurde. Diese Last wurde der Rentenkasse aufs Auge gedrückt und führt nun zur steigenden Altersarmut.
    Politiker der damaligen Generation wie der heutigen sind unverantwortlich im Verschieben von Problemen auf die nächsten Generationen.
    Diese Fakten werden von CDU Seite gemieden wie der Teufel das Weihwasser.

    Schönen Tag noch.

  • Weil Zeitungen nicht informieren sondern auftragsgemäß manipulieren.

    "Es gab mal eine Zeit, da war die Feder mächtiger als das Schwert. Es war die Zeit wo die Menschen an die Wahrheit glaubten und die Wahrheit für eine unabhängige Macht hielten und nicht als ein Hilfsmittel für Regierungen, Klassen, Rassen, Ideologien, persönlichen oder finanziellen Interessen.

    Heute werden die Amerikaner durch Propaganda regiert. Die Amerikaner schätzen die Wahrheit nicht, haben wenig Zugang dazu und sind nicht in der Lage sie zu erkennen."

    Den ganzen Artikel von Paul Craig findet man in web.

    Paul Craig Roberts 71, ist Doktor der Ökonomie, war Vizefinanzminister unter Präsident Ronald Reagan und ist ein bekannter Journalist, der für alle wichtigen Zeitungen, wie das Wall Street Journal, Business Week, New York Times und viele andere Blätter geschrieben hat. Er hat 1992 den Warren Brookes Award für ausserordentlichen Journalismus erhalten. Er wird als einer der besten sieben Journalisten der USA eingestuft.

    Das waren noch Jounalisten. Heute haben wir Auftragsdemagogen.

  • Ein sichtbares Zeichen des ZERFALLENDEN WOHLSTANDES.

    Danke Frau Merkel! Danke Herr Schröder!

  • Es muß nur oft genug wiederholt werden. Auch Politiker werden für die "Sprachregelung" des Herrn Weise dankbar sein. Dann findet diese Verdrehung der Tatsachen sicher eine menge "Gläubige".

  • Weshalb gibt man solch einem Schwachsinn ein Sprachrohr ?

    Weshalb liebes Handelsblatt weshalb ?


    Wie viel .... war es ?

  • Das hat doch nichts mit Bewußtsseinswandel zu tun, sondern eher mit einer finanziellen Notlage oder dem Zwang eines Mindestrenteneintrittalters usw. Ganz sicher würde der Großteil der Menschen über 60 lieber seine Freizeit geniessen, statt arbeiten zu MÜSSEN! Das einzige was einem als altem Menschen bewußt wird ist, daß wir nicht in einer Demokratie leben, sondern in einer Bürokratie!

  • Ach ja, es stand doch gerade gestern in den Zeitungen, dass die Rentenkasse sehr große Überschüsse hat. Vielleicht sollten diese nicht gleich wieder verplempert werden indem für eine gewisse Zeit der Abzug minimal gesenkt wird, sondern wie es andere Länder Machen der Überschuß in einen Vorsorgefonds eingezahlt werden. Dieser investiert dann breit gestreut und baut langfristig Vermögen auf, was zu einer Stabilität der Beiträge, zur Sicherheit der Renten, etc führt. (z.B. Singapur, nordische Länder, etc.)

  • Es ist die Folge, weil man auf die Jugend nicht mehr setzen kann, die Lebenserwartung steigt und die Gesundheit es eher zuläßt als früher. Und natürlich auch, weil wir die Renten nicht über eine höhere Staatsverschuldung finanzieren können. Nun muß endlich mal erarbeitet werden, was auch verteilt wird. In den letzten 50 Jahren hat man das ja tlw. übers Verschulden finanziert.

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