Beziehungen wieder verbessern
Schröder geht auf Berlusconi zu

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will bei einem Treffen mit Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi Ende kommender Woche die Spannungen zwischen beiden Ländern beilegen. Beide seien aufeinander angewiesen.

HB/dpa BERLIN. Es habe auch keine Verstimmung „zwischen dem Ministerpräsidenten und mir gegeben“, sagte Schröder am Mittwoch in Berlin. Das gemeinsame Interesse sei, dass die europäische Verfassung unter der italienischen Präsidentschaft beschlossen und die Präsidentschaft ein Erfolg werde.

Schröder folgt einer Einladung von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi zu den Opernfestspielen in Verona. Dort ist auch Berlusconi, mit dem er am 23. August zu einem gemeinsamen Frühstück zusammentrifft. Schröder nannte es selbstverständlich, dass er bei dieser Gelegenheit mit Berlusconi zusammenkommt.

Nach der Übernahme der EU-Präsidentschaft hatten der erste Auftritt Berlusconis vor dem Europaparlament zu einem Eklat geführt. Berlusconi hatte bei seiner Antrittsrede dem SPD-Europaabgeordneten Martin Schulz eine Filmrolle als KZ-Aufseher angetragen, nachdem Schulz Berlusconi kritisiert hatte. Kurz darauf hatte Schröder seinen geplanten Italien-Urlaub abgesagt. Dem waren abfällige Äußerungen eines inzwischen zurückgetretenen italienischen Tourismus- Staatssekretärs über deutsche Touristen vorausgegangen. Schröder verteidigte seine damalige Entscheidung als notwendig. Das Verhältnis zu Italien sei nach seiner Urlaubsabsage nicht schwieriger geworden. „Leichter ist sie auch nicht geworden“, fügte Schröder an.

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