Bezüge von Top-Verdienern
Bayern prescht bei Managergehältern vor

Mit einer Bundesratsinitiative schiebt das Münchner Justizministerium Gesetzesänderungen zur Offenlegung der Einkünfte von Vorstandsmitgliedern an.

HB MÜNCHEN. Die bayerische Justizministerin Beate Merk will eine Bundesratsinitiative zur Offenlegung der Managergehälter starten.

Kapitalgesellschaften sollten künftig verpflichtet werden, in ihren Jahresabschlüssen die Zahlungen an jedes Vorstandsmitglied individuell aufzulisten, sagte Merk der Tageszeitung „Die Welt“ (Freitagausgabe).

Auch bestimmte Einzelangaben wie die Höhe des Fixgehaltes, erfolgsabhängige Vergütungen, Abfindungsvereinbarungen und Naturalleistungen würden vorgeschrieben.

Durch eine weitere Gesetzesänderung solle der Aufsichtsrat verpflichtet werden, für jedes Vorstandsmitglied zu begründen, warum dessen Vergütung angemessen sei. Merk betonte, Ziel der Initiative zur Änderung von Handelsgesetzbuch und Aktiengesetz sei nicht, Aufsichtsräte und Vorstände zu bevormunden.

„Wer Außergewöhnliches leistet, soll dafür auch außergewöhnlich bezahlt werden“, sagte sie. Es verstehe jedoch niemand mehr, wie sich die teilweise rasant steigenden Managergehälter mit deren Leistungen in der derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen Lage vertragen.

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