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Bildung: Akademie für die Lehre soll endlich kommen

Die Forschung hat an deutschen Universitäten schon immer einen hohen Stellenwert. Der Lehrbetrieb hingegen hingegegen hat ein mäßiges Image. Dem soll mit der "Akademie für Lehre" abgeholfen werden. Doch Bildungsministerin Annette Schavan lässt auf sich warten.

Müsste die Akademie für Lehre vorantreiben: Annette Schavan. Quelle: DAPD
Müsste die Akademie für Lehre vorantreiben: Annette Schavan. Quelle: DAPD

BERLIN . Die Wirtschaft mahnt Bund und Länder, mit der Förderung der Lehre an den Hochschulen endlich Ernst zu machen. "Wir müssen die verschiedenen Aktionen bündeln", mahnt der Präsident des von der Wirtschaft getragenen Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Arend Oetker. Anderenfalls gebe es höchstens "punktuelle Verbesserungen".

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Einen Sprung nach vorn sollte vor allem die von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) schon im Mai 2010 angekündigte "Akademie für die Lehre" bringen. Sie soll die zentrale Säule des mit zwei Milliarden Euro ausgestatteten Qualitätspakts des Bundes für die Lehre sein, Weiterbildungen organisieren und Strukturreformen anstoßen. Ziel ist, neben der Forschung auch endlich die wenig renommeeträchtige Lehre zu fördern.

Doch die Verhandlungen von Bund und Ländern treten auf der Stelle. Offen ist vor allem die Frage der Kofinanzierung durch die Länder, aber auch über die inhaltliche Konzeption wird noch gestritten. Weitgehend einig ist man sich nach Informationen des Handelsblatts aus Länderkreisen jedoch, in einer fünfjährigen Pilotphase dem Stifterverband die Trägerschaft zu geben. Dieser geht nun voran: "Wir wollen mit Fellowships für Innovationen in der Lehre einen Anreiz schaffen", kündigte Oetker an.

Der Stifterverbandspräsident appelliert jedoch auch an die Unternehmen: Diese sollten die Chance nutzen und mehr "Deutschlandstipendien" für Studenten vergeben. Bei dieser elternunabhängigen Förderung von 300 Euro pro Monat zahlt der Bund die Hälfte, wenn sich für die andere Hälfte ein privater Sponsor findet. Im ersten Jahr sollen 10 000 Stipendien zusammenkommen, die Organisation liegt bei den Hochschulen. Bisher beschäftigen sich nach Schätzung des Stifterverbandes aber erst rund die Hälfte der Hochschulen mit dem neuen Stipendium. Sehr aktiv seien etwa Duisburg-Essen, Frankfurt/Main und Kiel. Der Stifterverband hat ein Servicezentrum gestartet.

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