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Bildungspolitik: Mecklenburg-Vorpommern will Lehrer verbeamten

Mecklenburg-Vorpommern will dem drohenden Lehrermangel vorbeugen. Das Land will künftig 50 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich ins Bildungssystem stecken und seine Lehrer verbeamten.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten rund 9000 Lehrer an 500 öffentlichen Schulen. Quelle: dapd
In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten rund 9000 Lehrer an 500 öffentlichen Schulen. Quelle: dapd

SchwerinAls eines der letzten Bundesländer will Mecklenburg-Vorpommern künftig seine Lehrer verbeamten. Das teilten die Spitzen von SPD und CDU am Montagabend nach einem Koalitionstreffen in Schwerin mit. Berufseinsteiger sollen laut Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) „so schnell wie möglich" als Beamte eingestellt werden. Den bereits aktiven Lehrern soll die Verbeamtung ab dem Schuljahr 2014/15 angeboten werden. Offen ist noch, bis zu welcher Altersgrenze Lehrer verbeamtet werden können.

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Insgesamt will die SPD/CDU-Koalition laut Brodkorb 50 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich ins Bildungssystem stecken und den Lehrerberuf attraktiver machen, um dem drohenden Lehrermangel vorzubeugen. So sollen unter anderem Regional- und Gesamtschullehrer genauso viel Geld verdienen wie ihre Kollegen an den Gymnasien. Klassenlehrer und Lehrer, die vorwiegend in der Abiturstufe unterrichten, sollen weniger Pflichtstunden als bisher geben müssen.

Bildungspolitik

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten rund 9000 Lehrer an 500 öffentlichen Schulen. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 50 Jahren. In den vergangenen Jahren war es dem Land immer schwerer gefallen, Nachwuchslehrer zu gewinnen, da die Verdienstmöglichkeiten in den meisten anderen Bundesländern nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in der Regel besser sind. Vor allem das Schweriner Finanzministerium hatte sich lange gegen die Verbeamtung von Lehrern gewehrt, weil angestellte Lehrer für die Landeskasse auf Dauer günstiger seien.

In Deutschland waren nach der Wiedervereinigung die Lehrer im Osten flächendeckend angestellt. In den vergangenen Jahren begannen die neuen Länder aber nach und nach, ihre Lehrkräfte zu verbeamten. Lediglich in Sachsen gibt es laut einem GEW-Sprecher noch immer keine Beamten. Insgesamt sind in Deutschland demnach 670.000 Lehrer Beamte und 200.000 Angestellte.

  • 23.01.2013, 13:56 UhrHardie67

    Aha, die Griechen-Variante. Die Beamten, die in GR abgebaut werden, können wir dann ja wieder aufbauen.
    Warum auch nicht "Facharbeiter" aus Griechenland für deutsche Schulen !? Die Deutschen werden ja, sehr zur Freude der Grünen, eh zur Minderheit. Da wird halt künftig griechisch gesprochen. War in der Antike ja eh die Sprache der Hochkultur. Da bewegen wir uns ja gerade wieder hin - zur Hochkultur :-)))))))))

  • 23.01.2013, 14:33 Uhrsachlich_bleiben

    naja - wer sich einmal mit dem Finanzierungsmodell 'Beamter' auseinandergesetzt hat, weiß warum man doch allzu gerne Lehrer zu Beamten macht.
    Beamten sind zunächst billiger - da sie weniger kosten als Angestellte. Die Kehrseite der Medaille ist die Pension.

    Wenn man dazu weiß, daß kaum ein Bundesland Geld in ausreichender Menge für seine Beamtenpensionen zurückgestellt hat, dann kann man nur im Geringsten erahnen, was auf die Bürger zukommt.

    Immer schön Ausgaben auf die Zukunft verschieben und in der Bilanz (so etwas gibt es ja leider nicht bei Bundesländern) nicht ausweisen müssen.

    Immer wieder klasse. Es funktioniert, weil es die Bürger einfach nicht wahrhaben wollen. Bisher stand der Osten besser da, weil eben erst massiv ab 1989 verbeamtet wurde - doch so kann man eben aufholen :-)

  • 23.01.2013, 15:26 UhrAxelSiegler

    Beamtentum ist Verbrechertum: Persilschein zum Faulenzen > HartzV! Lehrerpositionen attraktiver gestalten geht doch auch durch Gehaltserhöhung etc. - wieso gleich immer die gänzliche Unkündbarkeit!!? Welche Sorte Mitarbeiter man damit anzieht, liegt ja wohl auf der Hand ...

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