Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat die einzelnen Bundesländer aufgefordert, sich in Bildungsfragen nicht akzukapseln. Auch wenn Bildung Ländersache bleibt, soll Föderalismus nicht mit Kleinstaaterei verwechselt werden. Die Ministerin sprach sich für Kooperationen untereinander und mit dem Bund aus - und fand auch warnende Worte.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Frau Ministerin Schavan hat ja recht. Nur was hat sie selbst in ihrer Zeit als Kultusministerin in b.-W. selbst getan?
    Und diese Kleinstaaterei gilt nur immer solange, wie die M.-Pdten. kein Geld brauchen. Aber da sie immer mehr brauchen, wird der bund, wir Steuerzahler zum zweiten Mal angepumpt. Selbst viel für die eigenen kostspieligen Verwaltungen, unzählige Eigentbetriebe, mehrheitliche beteiligungen, für horrende, jährliche Zuweisungen ausgeben, nicht aber genügend für den Erhalt der Zukunft zu tun. Siehe nicht nur marode bundesstraßen, auch Landstraßen, Schulen, Krankenhäuser, etc., etc., etc. Keine Länderneugliederung GG 29, da wird weiterhin problemlos Geld hineingepumpt. in b.-W. haben wir momentan so oder so einen Stillstand. Der eine ist schon gegangen, der neue hat noch Anlaufschwierigkeiten. Ein Land ohne Regierung, nur Präsentationspflichten.

  • Frau Ministerin Schavan hat ja recht. Nur was hat sie selbst in ihrer Zeit als Kultusministerin in b.-W. selbst getan?
    Und diese Kleinstaaterei gilt nur immer solange, die M.-Pdt. kein Geld brauchen. Aber da sie immer mehr brauchen, wird der bund, wir Steuerzahler zum zweiten Mal anbgepumpt. Selbst viel für die eigenen kostspieligen Verwaltungen, unzählige Eigentbetriebe, mehrheitliche beteiligungen, für horrende, jährliche Zuweisungen ausgeben, nicht aber genügend für den Erhalt der Zukunft zu tun. Siehe nicht nur marode bundesstraßen, auch Landstraßen, Schulen, Krankenhäuser, etc., etc., etc. Keine Länderneugliederung GG 29, da wird weiterhin problemlos Geld hineingepumpt. in b.-W. haben wir momentan so oder so einen Stillstand. Der eine ist schon gegangen, der neue hat noch Anlaufschwierigkeiten. Ein Land ohne Regierung, nur Präsentationspflichten.

  • bundesbildungsministerin Schavan leistet keinen konstruktiven beitrag zur Vorbereitung des bildungsgipfels der bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder, wenn sie diese mit dem Vorwurf der Kleinstaaterei in die Kooperation mit dem bund zwingen will. Stattdessen sollte sie die Länder auf dem boden der geltenden Verfassung ansprechen, die den kooperativen Föderalismus, der jahrzehntelang erfolglos bestand, erst vor wenigen Jahren durch den Wettbewerbsföderalismus ersetzt hat. Sie sollte die Länder zu einem verfassungskonformen Verhalten ermahnen, statt sie aufzufordern, das verfassungsrechtliche Verbot zu missachten, mit dem bund schulpolitisch zu kooperieren.
    Nicht nur der bund, auch die Länder müssen offenbar erst noch lernen, auf dem boden der geltenden Verfassung erfolgreich bildungspolitik zu machen. Dazu gehört, dass jedes Land grundsätzlich nach dem Vertrauensgrundsatz Ausbildungen, die in anderen Ländern absolviert wurden, anerkennt. So wird in Europa schon verfahren; dort hat man eingesehen, dass Vereinheitlichung nicht gewollt und nicht zu erreichen ist! Dabei ist es wichtig, nicht auf Gegenseitigkeit der Anerkennungen zu beharren! Denn das führt nur zu unendlichen Verhandlungen auf dem Rücken von bürgern, die von einem bundesland in das andere wechseln. Noch schlimmer ist, dass die bundesländer in diesen Verhandlungen sich gegenseitig in die bildungspolitik hineinregieren. Wir brauchen kein bundeseinheitliches Schulwesen, wenn die Anerkennung der Ergebnisse in anderen bundesländern im Vertrauen auf deren Werthaltigkeit und Gleichwertigkeit - trotz Andersartigkeit - gewährleistet ist. Wer die neuesten Koalitionsvereinbarungen in den bundesländern, die jüngst gewählt haben, zur Kenntnis genommen hat, sieht ganz klar, dass sich die Schulstrukturen weiter auseinanderentwickeln werden, weil es keinen pädagogischen Konsens mehr gibt. Wir können gespannt sein, welches Land die besten Ergebnisse erzielt.
    ich bin überzeugt, dass diejenigen Länder besonders erfolgreich sein werden, die ihren Schulen pädagogische Vielfalt erlauben, also z.b. jeder Schule gestatten, ein Modell aus irgendeinem anderen bundesland nachzuahmen, das einer ihrer Schulen als erfolgversprechender erscheint, als das im Land bisher flächendeckend realisierte Modell. Es ist doch widersprüchlich, dass das Land Ergebnisse andersartiger Schulmodelle aus anderen bundesländern häufig schon bisher anerkennt, aber seinen eigenen Schulen verbietet, nach dem anerkannten Modell des anderen bundeslandes zu arbeiten. Warum darf es keine bayrischen Schulen in Hamburg geben? Warum müssen in jedem bundesland alle staatlichen Schulen gleich sein? Durch pädagogische Vielfalt würde pädagogischer Wettbewerb der Schulen in jedem bundesland entstehen und nicht nur pädagogischer Wettbewerb der bundesländer. Der Wettbewerb der Schulen wäre ein bundesweiter, ja europa- und weltweiter. Die Lehrer jeder Schule könnten endlich zeigen, was sie können und nicht nur, was ihr Minister pädagogisch kann.
    Eckhard behrens, Heidelberg, www.Ebehrens.de

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%