Bildungspolitik
Studiengebühren stören den Weihnachtsfrieden

Studiengebühren sind okay. Diese Botschaft wird in regelmäßigen Abständen von den Bildungspolitikern des Landes in die Republik gesendet, so auch zu Weihnachten. Auch die Protestler blieben zum Weihnachtsfest nicht untätig. Einige hart gesottene Studenten richteten sich an ihren Unis über die Feiertage häuslich ein.
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HB. Die leidige Angelegenheit mit den Gebühren vermiest Politik und Studenten den Weihnachtsfrieden. Zum Beispiel Patrick Meinhardt. Das ist der rührige bildungspolitische Sprecher der Liberalen im Bundestag, der es sich nicht nehmen ließ, am ersten Feiertag noch vor dem Mittagessen eine Pressemitteilung in die Republik zu senden: Studiengebühren sind okay, schließlich muss jeder Handwerker auch für den Meisterkurs zahlen. Anlass war das Weihnachtsinterview der Ministerin Schavan höchstselbst. Die hatte ungefähr das Gleiche gesagt, aber so kommt man auch als Parlamentarier wenigstens ins Gespräch. Zumal die Studenten auch nicht faul unterm Weihnachtsbaum liegen. Immerhin knapp zwei Dutzend haben sich vor der Freien und der Humboldt-Uni zu Berlin häuslich eingerichtet und gaben am Heiligen Abend Interviews: In der Hauptstadt gibt es zwar keine Studiengebühren, aber immerhin ein paar schlecht organisierte Studiengänge. Am ersten Feiertag waren dpa & Co. jedoch etwas dünn besetzt. Meinhardts Meldung jedenfalls schaffte es erst am 26. in die Ticker.

Genießen konnten die Bamberger Studenten den Heiligen Abend: Sie hatten rechtzeitig zum Fest eine Kürzung der Gebühren auf 400 Euro durchgesetzt. Auch Schavan konnte in der rheinischen Heimat ungestört feiern: Das Weihnachtsinterview war schließlich schon Tage vorher geführt worden.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Bildungspolitik: Studiengebühren stören den Weihnachtsfrieden"

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  • Diese katholische Scheinheilige "HEiLiGE ANETTE"
    gibt sich ganz anders wie sie in Wirklichkeit ist.
    Was sucht die eigentlich noch in der Politik. Selbst in Stuttgart waren die Wähler cleverer als
    diese CAbiNETTSFLASCHE. Da waren die 68ér noch
    schlauer und haben konsequent rebelliert.

  • Diese Theologentante sollte endlich zu Hause bleiben
    und die SCHNÜSS (Gosche) halten. Scheinheilige Person ohne Pfiff, Personalität und Fachkompetenz.

    Lilo S

  • ich frage mich, was diese bildungsoma im bundeskabinett zu suchen hat. Ebenso wäre es an der Zeit, dass die Studenten einmal richtig RAbbATZ machen und in berlin und bonn dieses Ministerium
    belagern, bis die Studiengebühren in ganz Deutschland abgeschafft sind.

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