Bildungsstudie
Deutschland stellt bei Pisa-Test Bedingungen

Deutschland will auch 2012 an dem weltweiten Schultest Pisa teilnehmen. Allerdings stellten die Kultusminister diesmal Bedingungen an die OECD. Noch immer gibt es Streit um die Interpretation der Test-Ergebnisse aus dem Jahr 2006.

HB BERLIN. Auf die Teilnahme verständigten sich die Kultusminister nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstagabend in Berlin. Bedingung ist allerdings, dass die Klärung der Kostenfrage durch die OECD erfolgt. Zugleich wollen die Minister eine Zusage von der OECD, dass sie die Vergleichbarkeit der im Drei- Jahres-Rhythmus durchgeführten Schuluntersuchungen sicherstellt.

Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau (CDU) hatte in einem Gespräch mit der "Stuttgarter Zeitung" zuvor eine weitere Beteiligung Deutschlands infrage gestellt. Rau hatte Zweifel geäußert, dass die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf die Belange ihrer Partnerländer ausreichend eingeht. Rau sagte am Donnerstagabend der dpa: "Die OECD muss zum Dialog bereit sein."

Hintergrund ist ein Streit um die Interpretation der Test-Ergebnisse aus dem Jahr 2006 zwischen dem deutschen Pisa-Konsortium und den Pisa-Forschern der OECD in Paris, die den weltweiten Schulleistungsvergleich veranstaltet. Die deutschen Pisa-Forscher hatten in ihrer Auswertung eine deutliche Verbesserung der Schülerleistungen in Naturwissenschaften im Vergleich zu den früheren Tests aus den Jahren 2003 und 2000 herausgestellt. Die OECD-Forscher bezeichneten jedoch die Tests wegen der geänderten Gestaltung der Aufgaben als nicht vergleichbar.

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