Biobauern lehnen Forderung ab
Bayern fordert Stallpflicht für Geflügel

Die rumänische Regierung verschärfte unterdessen die Sicherheitsmaßnahmen und weitete sie über die betroffene Region hinaus auf das ganze Land aus. H5N1 war in Proben von verendeten Hausenten in einem Dorf im Donaudelta gefunden worden. Das Virus ist auch für Menschen bedrohlich.

Die Europäische Union schließt „drastische Maßnahmen“ im Kampf gegen die gefährliche Vogelgrippe nicht aus. „Wir werden alles tun, was in unserer Macht steht“, betonte der Präsident der EU-Kommission José Manuel Barroso am Samstag in Salamanca (Westspanien). „Wir werden dabei größtmögliche Transparenz walten lassen und die Bürger ständig auf dem Laufenden halten.“

Am Rande des Iberoamerika-Gipfeltreffens in der spanischen Universitätsstadt wies Barroso nach Angaben der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa darauf hin, dass die EU bereits ein Importverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus der Türkei und aus Rumänien erlassen habe, wo das H5N1-Virus nachgewiesen wurde. „Wenn es neue Daten gibt, werden wir nicht zögern, den 25 EU-Staaten noch drastischere und radikalere Maßnahmen vorzuschlagen.“

In Deutschland besteht wegen der Vogelgrippe nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kein Grund zur Panik. „Wer in der Türkei oder Rumänien ist, soll Geflügelmärkte meiden, kein rohes Fleisch essen und Tiere vor allem nicht nach Deutschland einführen. Dann ist die Gefahr sehr gering“, sagte sie der „Neuen Presse“ in Hannover.

Die Weiterverbreitung der Vogelgrippe bis nach Europa nannte der Chef des Grippe-Programms der Weltgesundheitsorganisation WHO, Klaus Stöhr, Besorgnis erregend. Es dürfe aber nicht vergessen werden, dass es sich um eine Tierseuche handele, sagte er dem Sender NDR-Info. Das Virus könne sich zwar verändern und dann eine schlimme Pandemie auslösen. „Ob es passieren wird, wann, kann man nicht definitiv sagen. Aber die Gefahr besteht ohne Zweifel.“

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