Biometrische Daten
Neue Regeln für Visa-Vergabe

Deutschland will bereits im Sommer seine Visa-Vergabe revolutionieren: Eine Einreiseerlaubnis für Aufenthalte von mehr als drei Monaten soll dann an die Speicherung biometrischer Daten geknüpft werden.

BERLIN. Ab dem Jahr 2009 soll zudem schrittweise auch die Vergabe sogenannter Schengen-Visa, die zu einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten berechtigen, von der Speicherung von Abdrücken der zehn Finger und einer Gesichtsaufnahme abhängig gemacht werden. „Ab 2011 sollen dann für alle Drittstaaten-Visa solche Daten erforderlich sein“, sagte Georg Witschel, Leiter der Rechtsabteilung im Außenministerium, dem Handelsblatt.

Dies bedeutet sowohl für die Antragsteller - viele davon aus der Wirtschaft - als auch für die mehr als 200 deutschen Auslandsvertretungen erhebliche Umstellungen. Immerhin stellten sie vergangenes Jahr 136.000 nationale und 1,9 Millionen Schengen-Visa aus. Die Wirtschaft warnte deshalb bereits davor, das biometrische Visum dürfe nicht dazu führen, dass sich die ohnehin langen Genehmigungszeiten verlängerten.

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