Bis zu 15 000 Stellen für Langzeitarbeitslose
Wohlfahrtsverbände wollen Ein-Euro-Jobs anbieten

Die Wohlsfahrtsverbände wollen in Deutschland im Zuge der Hartz-IV-Reform in einer ersten Stufe mehr als 10 000 so genannte Ein-Euro-Jobs anbieten.

HB BERLIN.„In der Startphase können es bis zu 15 000 sein“, sagte der Präsident der Arbeiterwohlfahrt, Manfred Ragati, in Berlin. Nach einem Gespräch mit den Ministerinnen für Familie und Gesundheit, Renate und Ulla Schmidt (beide SPD), sprach Ragati von zusätzlichen Chancen sowohl für Langzeitarbeitslose etwa in Pflegeheimen oder Kindergärten. Arbeitslose sollten in den Einrichtungen je nach Bedarf auch weiter qualifiziert werden.

Familienministerin Schmidt sagte, pro Stelle würden die Verbände im Schnitt monatlich 500 Euro erhalten, die für Qualifizierung und als Zuverdienst für die Langzeitarbeitslosen aufgeteilt werden könnten. Schmidt verwies darauf, dass derzeit 60 000 Zivildienst-Stellen nicht besetzt seien. Diese seien prinzipiell auch für den Einsatz von Langzeitarbeitslosen geeignet.

Insgesamt könnten nach Schätzungen der Bundesregierung vor allem bei Wohlfahrtsverbände und Kommunen rund 600 000 Ein-Euro-Jobs geschaffen werden. Bezieher des neuen Arbeitslosengeldes II sollen sich so bis zu zwei Euro pro Stunde dazuverdienen können, ohne dafür Abgaben zu zahlen.

Sie könnten dann zusammen mit dem Arbeitslosengeld II auf ein Einkommen von bis 1 000 Euro kommen. Bezahlt werden sie letztlich über die Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach bekannt gewordenen internen Anweisungen der BA soll die Höchstgrenze bei 1,50 pro Stunde für den Arbeitslosen liegen.

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